Putin will keinen Frieden! Aber will Europa ihn? Dafür bräuchte es nicht nur viel Vertrauen auf allen Seiten, sondern auch die Vermenschlichung der anderen Seite: Womöglich handelt es sich bei Putin nicht um den Schlächter aus dem Osten
21. Februar 2014 – mit der Ankündigung von Neuwahlen reagiert Präsident Viktor Janukowitsch auf die Maidan-Proteste
Foto: Sergei Supinsky/AFP/Getty Images
Bevor es hier um Istanbul oder den Vatikan geht, um den Stand der Ukraine-Verhandlungen und womöglich die Frage, wer für deren Stillstand verantwortlich sei, habe ich eine Frage: Erinnern Sie sich noch an den 21. Februar 2014?
An diesem Tag hatte in Kiew der gewählte, „pro-russische“ Präsident Viktor Janukowitsch mit der Maidan- wie Parlamentsopposition ein Abkommen für einen friedlichen Übergang unter einer Regierung der Nationalen Einheit geschlossen. Russland hatte es mitverhandelt, Polen, Deutschland und Frankreich sogar mitunterzeichnet. Doch noch am selben Abend machten Militante den Deal zur Makulatur – und Warschau, Berlin und Paris krümmten keinen Finger, den nationalistischen Putsch zu stoppen. Absehbar war Russlands Militä