Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos hat US-Präsident Donald Trump gestern die Gründung des sogenannten Friedensrats bekannt gegeben. Das Gremium war ursprünglich für den Gazakrieg vorgesehen, soll nach Trumps Vorstellungen nun aber weltweit Konflikte lösen. Rund 60 Nationen wurden dazu eingeladen. Eingeladen wurden unter anderem autoritäre Machthaber wie Wladimir Putin und Alexander Lukaschenko. Aus Europa beteiligen sich bis jetzt nur Bulgarien und Ungarn. Die Macht des Gremiums soll bei Trump liegen: Er soll Vorsitzender auf Lebenszeit sein – auch über seine Präsidentschaft hinaus. Außerdem sieht das Konzept ein Vetorecht für ihn vor. Weiterhin soll er bestimmen können, welche Länder in Zukunft mitmachen dürfen. Die derzeitigen Mitgliedschaften sind auf drei Jahre begrenzt. Der Preis für einen dauerhaften Platz soll eine Milliarde US-Dollar in bar sein. Wofür das Geld verwendet wird und was von dem Friedensrat tatsächlich zu erwarten ist, ordnet ZEIT-Politikreporter Christian Vooren im Podcast ein.
Die Proteste im Iran sind in der vergangenen Woche nach dem brutalen Vorgehen der Regierungskräfte zum Erliegen gekommen. Eine Kontaktperson der ZEIT berichtete von Scharfschützen, Straßenschlachten und ausgebrannten Geschäften. Zudem wurde das Internet nahezu vollständig abgeschaltet, weshalb nur wenige Informationen nach außen dringen. Das Ausmaß der Gewalt lässt sich deswegen bislang nur erahnen. Laut der Menschenrechtsorganisation Human Rights Activists News Agency wurden bei den Protesten 4.560 Menschen getötet – die meisten davon Demonstranten. Andere Schätzungen gehen von 5.000 bis 20.000 Toten aus. Das iranische Staatsfernsehen spricht von 3100 Toten und macht ein angebliches Komplott von Israel und den USA verantwortlich. Omid Rezaee schreibt für DIE ZEIT und versucht trotz der Abschottung des Landes, mit Menschen im Iran in Kontakt zu bleiben. Er berichtet bei Was jetzt? darüber, ob das Internet wieder angeschaltet wird und wie die Stimmung im Land aktuell ist.
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Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Susanne Hehr und Maximilian Renzikowski
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