Israel und die USA haben den Iran am Samstagmorgen angegriffen. Dabei wurde auch das geistliche Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet, der seit 1989 an der Macht war. Der Iran reagiert mit Gegenangriffen auf US-Basen, Israel und arabische Verbündete der USA. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
Alle Ereignisse rund um den Angriff auf den Iran im Liveticker:
19:33 Uhr – Israel will ab morgen Abend seinen Luftraum teilweise öffnen
Israel will seinen Luftraum teilweise öffnen, um im Ausland gestrandete Israelis zurück ins Land kommen zu lassen. „Nach Lagebewertungen der Sicherheitsbehörden wird der Luftraum bereits in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag geöffnet“, zitierte der israelische TV-Sender N12 Verkehrsministerin Miri Regev. Der Betrieb am internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv soll dann schrittweise aufgenommen werden.
Nach dem derzeitigen Plan wird es jedoch nur Ankünfte von Passagieren geben: In den Flugzeugen, die den Flughafen Ben Gurion verlassen, um Israelis aus dem Ausland zu holen, werden keine Passagiere zugelassen.
17:49 Uhr – Trump spielt steigende Ölpreise herunter: „Werden tiefer sein als zuvor“
Donald Trump hat die steigenden Ölpreise infolge des Iran-Krieges heruntergespielt. Bei einer Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz im Weißen Haus antwortete der US-Präsident auf eine Frage nach den Preisen, man habe eingreifen müssen, um eine iranische Atombombe zu verhindern. Man werde „für eine kleine Weile etwas hohe Ölpreise“ haben. „Aber sobald das endet, werden diese Preise fallen, glaube ich, sogar tiefer als zuvor.“ Die Inflation ist in den USA im Wahljahr für den US-Kongress ein großes Thema. Zudem ist der Iran-Krieg laut Umfragen unpopulär.
17:22 Uhr – Großbritannien und Frankreich senden Kriegsschiffe nach Zypern
Großbritannien verlegt Premierminister Keir Starmer zufolge Hubschrauber zur Drohnenabwehr nach Zypern. Zudem werde der Zerstörer „HMS Dragon“ in die Region entsandt, heißt es weiter.
Ebenso entsendet Frankreich nach Angaben aus Behördenkreisen zur Stärkung der zyprischen Drohnenabwehr ein Kriegsschiff zu der Mittelmeerinsel. Zudem werde Frankreich landbasierte Systeme zur Drohnen- und Raketenabwehr schicken, bestätigen zyprische Beamte. Auch Deutschland habe positiv auf eine Bitte reagiert, ein Kriegsschiff zu entsenden, sagten drei Gewährspersonen gegenüber AP.
16:00 Uhr – Nato-Chef befürwortet Angriffe auf Iran
Nato-Generalsekretär Mark Rutte verteidigt die Angriffe Israels und der Vereinigten Staaten auf Iran erneut. „Der Iran steht kurz davor, sich nukleare Fähigkeiten und ballistische Raketen zu beschaffen“, sagt er bei einem Besuch in Skopje. Das sei nicht nur eine „existenzielle Bedrohung“ für Israel, sondern stelle auch eine große Gefahr für Europa dar.
Die Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei kommentiert er mit den Worten: „Ich denke, wir sind alle besser dran, wenn er weg ist.“
Gleichzeitig betont Rutte, dass die Nato selbst nicht bei den Angriffen involviert sei. Er weist Behauptungen zurück, wonach US-Präsident Donald Trump die Nato um eine Beteiligung gebeten hätte.
15:17 Uhr – Gebäude des iranischen Expertenrats laut iranischen Medien bei Angriff getroffen
Bei neuen US-israelischen Luftangriffen ist nach Angaben iranischer Medien das Gebäude des Expertenrats getroffen worden, der einen Nachfolger des getöteten obersten Führers Ayatollah Ali Chamenei wählen soll. Die „amerikanisch-zionistischen Verbrecher“ hätten das Expertenrats-Gebäude in der südlich von Teheran gelegenen Stadt Ghom angegriffen, berichtet die Nachrichtenagentur Tasnim. Örtliche Medien zeigen Aufnahmen des schwer beschädigten Gebäudes.
14:45 Uhr – US-Präsident Trump lehnt Verhandlungen mit iranischer Führung ab
US-Präsident Donald Trump schließt Gespräche mit der iranischen Führung vorerst aus. „Ihre Luftabwehr, Luftwaffe, Marine und Führung sind weg“, schreibt Trump auf Truth Social. „Sie wollen reden. Ich habe gesagt: ‚Zu spät!‘“
Noch am Sonntag – einen Tag nach Beginn der massiven US-israelischen Luftangriffe im Iran – hatte Trump grundsätzliche Gesprächsbereitschaft signalisiert. „Sie wollen reden und ich habe zugestimmt, zu reden, also werde ich mit ihnen reden“, sagte der Präsident in einem Telefoninterview mit dem US-Magazin „The Atlantic“. „Sie hätten das früher tun sollen.“
14:28 Uhr – Iran-Angriffe dauern an – Hisbollah will „offenen Krieg“ mit Israel
Nach der Eskalation im Nahen Osten zeichnet sich immer deutlicher ab, dass der Konflikt die Welt noch längere Zeit in Atem halten könnte. US-Präsident Donald Trump erklärt auf seiner Plattform Truth Social, sein Land verfüge über „praktisch unbegrenzte“ Munitionsvorräte, um damit „auf ewig“ und sehr erfolgreich Krieg zu führen. Ein ranghoher Funktionär der Hisbollah stellt einen erbitterten Kampf mit Israel in Aussicht. Nachdem man sich mehr als ein Jahr lang an eine Waffenruhe mit Israel gehalten habe, sei die Geduld nach anhaltenden israelischen Luftangriffen am Ende, sagt Mohamud Komati laut dem Medienbüro der libanesischen Schiitenmiliz. „Der zionistische Feind wollte einen offenen Krieg, den er seit dem Waffenruheabkommen nicht eingestellt hat“, sagteKomati. „Also soll es ein offener Krieg sein.“
14:14 Uhr – Militär meldet Einschläge iranischer Raketen im Großraum Tel Aviv
In der Umgebung von Tel Avbiv sind nach Angaben der israelischen Armee Raketen eingeschlagen. Such- und Rettungskräfte seien zusammen mit zahlreichen Notfallteams an den Einschlagstellen im Einsatz. Die Polizei meldet mehrere Einschläge von Trümmerteilen im Bezirk Tel Aviv. Der israelische Rettungsdienst teilt mit, es seien drei Leichtverletzte behandelt worden.
14:04 Uhr – Israel holt Ärzte mit Containerschiffen zurück
Israel setzt Containerschiffe ein, um im Ausland gestrandetes medizinisches Personal zurückzuholen. Die Frachter der Reederei ZIM pendeln einem Firmenvertreter zufolge zwischen Limassol auf Zypern und dem israelischen Hafen Haifa. Bislang seien 40 Ärzte zurückgekehrt, um bei der Versorgung von Verletzten zu helfen.
13:56 Uhr – Iran streitet Angriffe auf Oman ab
Iran streitet jeglichen Angriff auf Oman ab. Zuvor hat das Sultanat gemeldet, zwei Drohnen abgefangen zu haben. Eine dritte sei in der Nähe des Hafens Salalah niedergegangen ohne größeren Schaden anzurichten.
13:48 Uhr – USA ziehen Botschaftspersonal aus sechs Staaten im Nahen Osten ab
Die USA ziehen den Großteil ihres Botschaftspersonals aus sechs Staaten im Nahen Osten ab. Betroffen seien „nicht für Notfälle zuständige Mitarbeiter der US-Regierung“ in Bahrain, dem Irak, Jordanien, Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten, erklärt das US-Außenministerium. Die Ausreise der Betroffenen sei per Änderung der Sicherheitshinweise beschlossen worden.
13:46 Uhr – Wehrbeauftragter Otte stellt Bundeswehr-Stationierung in Nahost infrage
Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte, stellt die Stationierung von Bundeswehrsoldaten im Irak und Jordanien infrage. Er werde versuchen, in nächster Zeit mit den Soldaten in Kontakt zu treten, sagt Otte bei der Vorstellung des Wehrberichts 2025 in Berlin. „Wenn nicht unbedingt nötig für den Auftrag, muss das Ministerium auch darüber entscheiden, die Truppe zurückzuholen.“ Man müsse abwägen zwischen dem ursprünglichen Auftrag und der Gefährdung. In der Region sind insgesamt noch rund 500 Soldaten stationiert. Im Irak etwa soll die Bundeswehr Ausbildungen etwa für die kurdischen Peschmerga im Zuge der internationalen Allianz gegen den IS absichern.
13:40 Uhr – Erstes Flugzeug von Dubai nach Frankfurt gelandet
Ein erstes Flugzeug der emiratischen Airline Emirates aus Dubai ist nach den zahlreichen Flugausfällen in Frankfurt am Main gelandet. Der Linienflug landete um kurz nach 13.30 Uhr, wie ein dpa-Fotograf beobachtete. Auch auf einer Anzeigetafel im Ankunftsbereich des Flughafens wurde die Landung angezeigt. Die Airline äußerte sich zunächst nicht dazu, wie viele Passagiere an Bord waren.
13:37 Uhr – Bundesregierung setzt wegen Sperrung der Straße von Hormus Krisenstab ein
Die Bundesregierung setzt wegen der Folgen des Nahost-Krieges auf die Energiepreise einen Krisenstab ein. „Die bereits während der drohenden Sperrung der Straße von Hormus im letzten Jahr eingesetzte Taskforce wurde erneut einberufen“, teilt das CDU-geführte Wirtschaftsministerium mit. Das Wirtschaftsministerium habe eingeladen, beteiligt seien unter anderem auch die Bundesnetzagentur, der Bundesnachrichtendienst, das Auswärtige Amt sowie das Bundeskanzleramt. „Gleichzeitig stehen wir in Kontakt mit Verbänden und Unternehmen zur Lage.“
13:17 Uhr – Bundesregierung bestellt iranischen Botschafter ein
Das Auswärtige Amt bestellt angesichts der iranischen Angriffe auf Israel und andere Staaten der Region den iranischen Botschafter ein. „Wir haben das iranische Regime unmissverständlich dazu aufgefordert, seine rücksichtslosen Angriffe auf Staaten der Region unverzüglich einzustellen“, teilt das deutsche Außenministerium in Berlin auf X mit.
„Wir verurteilen die willkürlichen und unverhältnismäßigen Raketen- und Drohnenangriffe des iranischen Regimes, auch auf zivile Ziele“, kritisierte das Auswärtige Amt weiter. „Die Angriffe bedrohen unsere Verbündeten, unser Militärpersonal und unsere Staatsangehörigen in der Region.“ Die förmliche Einbestellung eines Botschafters gilt als scharfes diplomatisches Mittel, mit dem die Regierung des Gastlandes eine deutliche Verstimmung signalisiert.
13:09 Uhr – Iran verbietet Export von Lebensmitteln
Angesichts des Kriegs verbietet der Iran sämtliche Lebensmittelexporte. Einem Regierungsbeschluss zufolge sei auch die Ausfuhr von Agrarprodukten bis auf Weiteres untersagt worden, berichtet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Die Versorgung der Bevölkerung mit lebensnotwendigen Gütern sei zur Priorität erklärt worden.
12:56 Uhr – In Katar hängen rund 8000 Transitpassagiere fest
In Katar sitzen nach Angaben des Außenministeriums mehr als 8000 Reisende im Transit fest. Diese würden bis zum Ende der Krise in Hotels untergebracht, sagt ein Sprecher des Außenministeriums in Doha. Zudem seien Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen versorgt worden. Das gesamte katarische Territorium war seinen Angaben nach Ziel der Angriffe, nicht nur militärische Einrichtungen. Am Montag seien iranische Jets in den katarischen Luftraum eingedrungen und abgeschossen worden. Die Besatzungen würden gesucht.
12:49 Uhr – „Tor zur Hölle wird sich weiter öffnen“ – Iranische Revolutionsgarden drohen USA und Israel
Die iranischen Revolutionsgarden drohen den USA und Israel mit massiven Vergeltungsschlägen. „Der Feind muss mit anhaltenden Vergeltungsschlägen rechnen; das Tor zur Hölle wird sich für die USA und Israel weiter und weiter öffnen“, sagt Gardensprecher Ali Mohammad Naini im staatlichen Fernsehen. Die iranischen Streitkräfte geben derweil neue Drohnenangriffe auf Israel und einen US-Militärstützpunkt in Katar bekannt.
12:35 Uhr – Oman fängt Drohen ab
Der Oman hat nach eigenen Angaben zwei Drohnen in Dhofar im Süden des Sultanats abgefangen. Eine dritte sei in der Umgebung des Hafens Salalah zerschellt, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur. Verletzte habe es nicht gegeben.
11:49 Uhr – Israel meldet Luftangriff auf iranisches Präsidialbüro
In der Nacht flog die israelische Luftwaffe Angriffe auf Teheran. Jetzt teilt das Militär mit: Ziel waren das iranische Präsidialbüro und das Gebäude des Obersten Nationalen Sicherheitsrats der Islamischen Republik. Zudem seien eine Ausbildungsstätte für iranische Offiziere und wichtige Infrastruktur der iranischen Führung unter Beschuss genommen worden.
11:47 Uhr – Israelische Armee kündigt Schaffung einer „Pufferzone“ im Libanon an
Das israelische Militär fordert die Bewohner von über zwei Dutzend Ortschaften im Süden Libanons zum Verlassen ihrer Siedlungen auf. So soll eine „Pufferzone“ entstehen.
10:57 Uhr – IAEA: Neue Schäden an Gebäuden iranischer Atomanlage
Die Internationale Atomenergie-Organisation bestätigt neue Schäden an Eingangsgebäuden der unterirdischen Urananreicherungsanlage in Natans. Die Organisation geht nicht davon aus, dass Radioaktivität freigesetzt und die Anlage weiter beschädigt worden ist.
10:46 Uhr – Iran droht europäischen Staaten im Falle eines Kriegseintritts
Die iranische Führung warnt europäische Länder davor, in den US-israelischen Krieg gegen den Iran einzutreten. „Jede derartige Handlung gegen den Iran würde als Komplizenschaft mit den Aggressoren“ und als „Kriegshandlung“ angesehen werden, erklärt der iranische Außenamtssprecher Esmail Bakaei – offenbar mit Blick auf eine vorherige Erklärung europäischer Staaten. Frankreich, Deutschland und Großbritannien hatten am Sonntagabend bei Bedarf „Defensivmaßnahmen“ gegen den Iran angekündigt.
10:38 Uhr – Schwarzer Tomahawk-Marschflugkörper sorgt für Aufsehen
Die USA testen im Krieg gegen den Iran offenbar eine modernisierte Variante des Marschflugkörpers Tomahawk. Ein vom US-Regionalkommando Centcom veröffentlichtes Video sowie ein Foto zeigt einen Tomahawk mit schwarzer statt grauer Oberfläche. Experten wie Raketenforscher Markus Schiller und Militäranalyst Fabian Hoffmann werten das gegenüber dem „Spiegel“ als Hinweis auf verbesserte Tarnkappeneigenschaften. Die Beschichtung könnte Radarstrahlen besser absorbieren und gleichzeitig die Sichtbarkeit der Flugbahn bei Nacht für Beobachter am Boden verringern. Fachleute sehen darin eine Reaktion auf bisherigen Kritikpunkt, ältere Tomahawk-Modelle seien unzureichend gegen Radar- und Infrarotsysteme geschützt.
Parallel deuten laut „Spiegel“ vom US-Militär veröffentlichte Videos darauf hin, dass in der Operation „Epischer Zorn“ gegen Iran auch erstmals die neue Kurzstreckenrakete Precision Strike Missile (PrSM) eingesetzt wurde. Die PrSM gilt als Nachfolger der aus der Ukraine bekannten Atacms-Rakete, soll weiter fliegen – über 499 Kilometer – und laut Hersteller Lockheed Martin eine höhere „Überlebensfähigkeit“ gegenüber gegnerischer Luftabwehr besitzen.
10:26 Uhr – Medienbericht: Libanesische Armee zieht sich aus dem Süden zurück
Das libanesische Militär zieht sich einem staatlichen Medienbericht zufolge von einigen Stellungen an der Grenze zu Israel zurück. Die Soldaten würden an anderen Orten stationiert, berichtet die Nachrichtenagentur NNA.
10:22 Uhr – Israels Armee: Irans Feuerkraft lässt nach
Die israelische Armee teilt mit: Die iranischen Angriffe auf Israel schwächten sich inzwischen ab. „Wir beobachten, dass ihre Feuerkraft nachlässt“, sagt Militärsprecher Nadav Schoschani. „Wir konnten ihre Fähigkeit, Raketen auf uns und die Region abzufeuern, begrenzen.“ Er gibt allerdings zu, dass dies zum Teil auch damit zusammenhängen könnte, dass die iranische Führung womöglich Waffenbestände für den Fall aufspart, dass der Krieg länger dauern sollte. Doch wesentlich seien die israelisch-amerikanischen Angriffe: „Wir haben Hunderte ballistischer Raketen zerstört und wir beobachten“, sagt Schoschani. Der Iran könne nicht mehr im großen Umfang Raketen abfeuern.
09:38 Uhr – USA lassen immer mehr diplomatisches Personal evakuieren
Die USA fordern inzwischen in sechs Ländern nicht essenzielle Mitarbeiter ihrer diplomatischen Vertretungen zur Evakuierung auf. Auch Mitarbeiter und Familienangehörige in den Vereinigten Arabischen Emiraten sollten sich in Sicherheit begeben, wie das Außenministerium der USA bekannt gab.
09:04 Uhr – Iran-Krieg lässt Ölpreise weiter steigen
Die Ölpreise steigen weiter. Nach einem kräftigen Anstieg am ersten Handelstag nach dem Beginn des Iran-Kriegs legten die Preise bis zu rund drei Prozent zu, blieben aber unter dem Höchststand aus den ersten Handelsstunden am Montag (82,37 Dollar). Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich am Dienstag gegen 8 Uhr um drei Prozent oder 2,35 Dollar auf 80,09 Dollar.
08:56 Uhr – Iranische Agentur: Explosionen in Isfahan und Schiras
In Schiras im Südwesten Irans und in Isfahan im Zentrum der Islamischen Republik sind Explosionen zu hören. Das meldet die iranische Nachrichtenagentur Mehr.
08:20 Uhr – Israelische Armee schickt Soldaten zur Grenze zum Libanon
Israelische Soldaten sind nach Angaben der Armee im Süden des Libanon im Einsatz. Es handele sich um ein taktisches Manöver entlang der gemeinsamen Grenze. Es sei nicht der Auftakt zu einer Offensive der Bodentruppen.
08:11 Uhr – Hisbollah-Miliz meldet Angriffe auf drei israelische Militärstützpunkte
Nach israelischen Luftangriffen auf die libanesische Hauptstadt Beirut hat die Terrororganisation Hisbollah eigenen Angaben zufolge drei Militärstützpunkte in Israel angegriffen. Die Luftwaffenstützpunkte Ramat David und Meron im Norden Israels seien mit Drohnen angegriffen worden. Zudem sei die Militärbasis Nafah auf den von Israel besetzten Golan-Höhen mit Raketen beschossen worden.
07:53 Uhr – Wirtschaftsministerin Reiche aktiviert Krisenmechanismen
Angesichts der angespannten Lage im Konflikt mit dem Iran bereitet sich die Bundesregierung auf mögliche Folgen für die Energieversorgung vor. Im Bundeswirtschaftsministerium soll es noch am Vormittag eine interne Lagebesprechung auf Abteilungsleiter- und Referatsleiterebene geben. Das berichtet der Newsletter-Dienst „Politico Pro Energie & Klima“ unter Berufung auf Ministeriumskreise. Thema der Runde seien das weitere Vorgehen und möglicher Handlungsbedarf.
Demnach bewertet das Haus von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche die Lage derzeit mehrmals täglich neu und steht in engem Austausch mit anderen Ressorts und Behörden. „Die Bundesregierung hat ihre Krisenmechanismen reaktiviert“, sagt eine Ministeriumssprecherin. So findet auch die heutige Besprechung im Auftrag einer Taskforce statt, die Wirtschaftsministerin Reiche berufen hat. Diese tagte bereits im vergangenen Jahr, als die Straße von Hormus gesperrt war.
07:28 Uhr – Schwere Bombardierung erschüttern Teheran und Vororte
Die iranische Hauptstadt Teheran ist erneut von schweren Bombardierungen erschüttert worden. Auch am Rand der östlichen Pendlerstadt Pardis schlugen rund ein Dutzend Raketen ein, wie iranische Medien berichteten. In den Hochhäusern der Neubaugebiete zitterten die Fenster, wie Bewohner der Nachrichtenagentur dpa berichteten. Auf Videos in sozialen Medien waren graue Rauchschwaden über den Hügeln am Rand des Albors-Gebirges zu sehen.
07:16 Uhr – Israel meldet zeitgleiche Luftangriffe auf Teheran und Beirut
Die israelische Armee fliegt nach eigenen Angaben Luftangriffe auf Ziele in Beirut und Teheran. Die Luftwaffe spricht von „gezielten Angriffe auf militärische Ziele des iranischen Terrorregimes und der Terrororganisation Hisbollah“. Videoaufnahmen der Nachrichtenagentur AFP zeigen eine große Rauchwolke, die über der libanesischen Hauptstadt Beirut aufsteigt.
05:00 Uhr – Bundeskanzler in den USA gelandet
Friedrich Merz (CDU) ist in Washington eingetroffen, um sich mit Donald Trump im Weißen Haus zu treffen. Es ist der zweite Besuch des Kanzlers im Weißen Haus seit seinem Amtsantritt vor zehn Monaten. Der Erste verlief ausgesprochen harmonisch, diesmal dürfte es schwieriger werden.
03:40 Uhr – Netanjahu: Angriff auf Iran war unumgänglich
Benjamin Netanjahu rechtfertigt den Angriff auf den Iran mit dem angeblichen Bau neuer Bunker zum Schutz der iranischen Raketen- und Atomprogramme. „Der Grund, warum wir jetzt handeln mussten“, sei, dass der Iran nach den Bombardierungen seiner Atomanlagen und seiner Raketenarsenale im vergangenen Jahr mit dem Bau „neuer Anlagen, unterirdischer Bunker“ begonnen habe, sagte Netanjahu dem US-Sender Fox News. Das Raketen- und „Atombombenprogramm“ wäre sonst „innerhalb von Monaten“ unangreifbar gewesen.
03:07 Uhr – Machtwechsel im Iran laut Vance nebensächlich
Vertreter der US-Regierung betonen, dass es Donald Trump im Iran nicht in erster Linie um einen Machtwechsel gehe. In einer „perfekten Welt“ würden die USA es begrüßen, wenn jemand im Iran an die Macht käme, der bereit sei, mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten, sagte US-Vizepräsident J.D. Vance dem Sender Fox News. Trumps vorrangiges Ziel sei aber, dass der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelange. Dafür sei es letztlich nebensächlich, was mit der Führung in Teheran passiere.
02:31 Uhr – US-Botschaft in Riad angegriffen
Die US-Botschaft in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad wurde nach Angaben des saudi-arabischen Verteidigungsministeriums mit zwei Drohnen angegriffen. Dabei sei ein begrenztes Feuer ausgebrochen und ein geringer Sachschaden verursacht worden, erklärte ein Sprecher des saudi-arabischen Verteidigungsministeriums. US-Präsident Donald Trump kündigte an, die US-Armee werde „bald“ Vergeltungsmaßnahmen ergreifen.
Zuvor hatten Augenzeugen der Nachrichtenagentur AFP mitgeteilt, Rauchwolken über der US-Botschaft aufsteigen gesehen und laute Explosionen gehört zu haben. Aus der saudi-arabischen Armee nahestehenden Kreisen erfuhr AFP, dass die saudi-arabische Luftverteidigung vier Drohnen abgefangen habe, die das diplomatische Viertel im Westen Riads angesteuert hätten. Später berichtete ein AFP-Reporter in Riad von neuen Explosionen im Zentrum der saudi-arabischen Hauptstadt. Die US-Botschaft rief US-Bürger in Riad, Dschidda und Dharan auf, in geschlossenen Räumen zu verbleiben.
Auch die saudische Ölraffinerie Ras Tanura wurde von Drohnen attackiert. Ein Militärsprecher teilte in einem Bericht der staatlichen saudischen Nachrichtenagentur mit, der Angriff auf die Raffinerie sei abgewehrt worden. Der Erdölkonzern Saudi Aramco stellte den Betrieb vorsorglich ein.
dpa/AP/AFP/jm/rct/nw/jmr/lay
Source: welt.de