Ein russischer Öltanker soll dem Kreml zufolge in Kuba angelegt haben – inmitten der Ölblockade der USA gegen die Insel. US-Präsident Trump zeigt sich mit der Lieferung einverstanden, sieht Kuba aber trotzdem „am Ende“.
Trotz der faktischen Ölblockade durch die USA soll laut dem Kreml ein russischer Öltanker im Hafen von Matanzas in Kuba angekommen sein. Russland wolle weiterhin daran arbeiten, die karibische Insel mit Öl zu versorgen, teilte Kremlsprecher Dmitri Peskow mit.
Zuvor hatte die New York Times berichtet, dass die USA offenbar ihre Blockade lockern und einen Tanker aus Russland auf dem Weg zur Karibik passieren ließen.
Nach Angaben von Peskow sehe es Russland „als seine Pflicht an, nicht tatenlos zuzusehen und unseren kubanischen Freunden die notwendige Hilfe zu leisten“. Dabei gehe es auch um die medizinische Versorgung. Demnach sollen russische Vertreter das Anliegen bei Gesprächen mit den USA thematisiert haben. Eine militärische Mobilisierung sei hingegen nicht geplant.
US-Präsident Trump: Kuba ist dennoch „am Ende“
Unterdessen erklärte US-Präsident Trump gegenüber amerikanischen Medien, mit der Ankunft des russischen Öltankers einverstanden zu sein. „Ich ziehe es vor, ihn reinzulassen, denn die Leute brauchen Heizung und Kühlung und alles andere.“ Eine Schiffsladung Öl mache ohnehin keinen Unterschied, sagte Trump weiter. „Kuba ist am Ende.“
Die Regierung in Washington hatte Öllieferungen nach Kuba faktisch blockiert, um den Druck auf die Führung in Havanna zu erhöhen. Dardurch hatte die Insel drei Monate lang keine Ölimporte mehr erhalten, wie Präsident Miguel Díaz-Canel erklärte.
Source: tagesschau.de