Trotz steigender E-Auto-Verkäufe: Tesla erholt sich nur langsam

Tesla hat sich wieder etwas erholt. Der Hersteller von Elektroautos konnte die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge im ersten Quartal steigern. Allerdings blieb er damit noch immer deutlich hinter den Erwartungen von Analysten zurück. Außerdem lag die Messlatte niedrig. Denn im vergangenen Jahr wurde das Geschäft erheblich von den Kontroversen um den Vorstandschef Elon Musk beeinträchtigt.

Der Aktienkurs von Tesla fiel am Donnerstag zeitweise um mehr als vier Prozent. Seit Jahresbeginn hat die Aktie fast 20 Prozent an Wert verloren. Tesla wird an der Börse allerdings noch immer mit knapp 1,2 Billionen Dollar bewertet.

Insgesamt hat Tesla im ersten Quartal nach eigenen Angaben rund 358.000 Autos ausgeliefert. Analysten hatten im Schnitt mit rund 370.000 Fahrzeugen gerechnet. Gegenüber dem Vorjahr konnte Tesla seinen Absatz um sechs Prozent steigern. Allerdings hatte es vor einem Jahr einen erheblichen Rückgang um 13 Prozent gegeben. So verkaufte Tesla im ersten Quartal 2024 noch fast 387.000 Autos.

Herausforderungen auf dem Heimatmarkt

Vor einem Jahr erreichten die Kontroversen um Musk ihren Höhepunkt. Zu dieser Zeit war der Tesla-Chef ein enger Berater des US-Präsidenten Donald Trump und hat mit der Arbeitsgruppe „Doge“ radikale Einschnitte in amerikanischen Behörden durchgesetzt. Dies löste eine Welle von Protesten vor Tesla-Geschäften aus. Mittlerweile ist Musk zwar nicht mehr in der Regierung, allerdings fällt er weiter mit kontroversen Äußerungen auf.

Im Gesamtjahr 2025 musste Tesla einen Rückgang seiner Verkaufszahlen um neun Prozent auf 1,6 Millionen Autos hinnehmen, nachdem es schon 2024 ein leichtes Minus gegeben hatte. Jenseits des Musk-Effekts macht dem Unternehmen derzeit in seinem amerikanischen Heimatmarkt auch der Wegfall von Steuergutschriften von bis zu 7500 Dollar für den Kauf von Elektroautos zu schaffen. Diese Prämie wurde Ende September abgeschafft.

Auch außerhalb der USA hat sich das Geschäft von Tesla im vergangenen Jahr erheblich abgeschwächt. In der EU zum Beispiel sank die Zahl der Neuzulassungen nach Angaben des Branchenverbandes Acea 2025 um 38 Prozent. Auch hier zeichnet sich nun aber eine Stabilisierung ab. In den ersten beiden Monaten 2026 gab es einen Zuwachs um knapp 17 Prozent.

Analysten machen zudem Teslas vergleichsweise veraltete Produktpalette für die Schwierigkeiten verantwortlich. Das letzte bedeutende neue Produkt für den Massenmarkt, das Model Y, kam vor sechs Jahren heraus. Der 2023 eingeführte Pick-up-Transporter Cybertruck ist ein Nischenmodell und verkauft sich schlecht. Im Januar kündigte Musk außerdem an, das Model S und das Model X einzustellen, also die derzeit ältesten Autos in Teslas Produktpalette.

Musk versucht seit einiger Zeit, den Blick der Öffentlichkeit auf Geschäfte zu lenken, die er als viel zukunftsträchtiger beschreibt als gewöhnliche Elektroautos. Er hebt dabei insbesondere Robotaxis und humanoide Roboter hervor. Auf diesen Gebieten steht Tesla allerdings noch am Anfang.

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