Tote und Verletzte nachdem russischem Angriff im Großraum Kiew

Stand: 14.03.2026 • 09:27 Uhr

Russland hat die Ukraine erneut auch mit Raketen und Marschflugkörpern beschossen. Dabei wurden im Großraum Kiew mehrere Menschen getötet und verletzt. In Teilen der Hauptstadt fiel der Strom aus.

Im Umland von Kiew sind bei schweren russischen Angriffen mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern mindestens vier Menschen getötet worden. Die Anzahl der Verletzten beläuft sich offiziellen Angaben zufolge auf 15. „Drei davon sind schwer verletzt, zwei werden gerade operiert“, schrieb der Gouverneur der Region, Mykola Kalaschnyk, bei Telegram.

Besonders stark wurden die Vororte der ukrainischen Hauptstadt getroffen. Dabei wurden unter anderem Wohnhäuser, Produktionsanlagen, Lagerhallen und Fahrzeuge beschädigt. Nach Informationen der Ukrainischen Luftstreitkräfte griff Russland mit fast 500 Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern an. Die meisten davon konnten abgeschossen werden.

Stromausfälle in Kiew

Daten der Luftraumüberwachung zeigen, dass der Angriff vor allem der Energieinfrastruktur galt. So wurden ein Wärmekraftwerk und ein Umspannwerk getroffen. In der Region und der Stadt Kiew gibt es deshalb Stromausfälle. Auch der Nahverkehr war teils davon betroffen und fiel zeitweise aus.

Weitere Angriffe wurden unter anderem aus den Regionen Saporischschja, Sumy, Dnipropetrowsk, Charkiw und Mykolajiw gemeldet. Zeitweise wurde im gesamten Land Luftalarm ausgelöst.

Auch Russland meldet Angriffe

Russische Behörden berichten wiederum von Angriffen auf den Hafen Port Kawkas im Gebiet Krasnodar. Drei Menschen seien durch Drohnentrümmer verletzt, darüber hinaus die Infrastruktur des Hafens und ein Schiff beschädigt worden, teilte der Krisenstab der Region mit. Russland nutzt Port Kawkas in dem seit vier Jahren laufenden Krieg für die Versorgung der Truppen.

Die USA bemühen sich seit Monaten, die Ukraine und Russland zum Abschluss eines Waffenruhe-Abkommens zu bewegen. Eine geplante dritte Runde direkter Gespräche zwischen russischen und ukrainischen Vertretern fand jedoch wegen des Beginns des Iran-Kriegs vorerst nicht statt.

Source: tagesschau.de