Das Team des in russischer Haft getöteten Alexej Nawalny hat die Ergebnisse eines umstrittenen offiziellen Obduktionsberichts veröffentlicht, der von russischen Behörden durchgeführt wurde. Nawalnys Mitarbeiterin Mariah Pewtschich, teilte auf der Plattform X mit, das Dokument werde mit der Erlaubnis der Familie veröffentlicht. Der Bericht sei „steril und bereinigt“ und habe keine gesellschaftliche Relevanz, teilte Pewtschich weiterhin mit. Mit der Veröffentlichung wolle man dem Informationsbedürfnis der Millionen Anhänger Nawalnys gerecht werden und einer womöglich schon bald von russischen Staatsmedien als „Sensation“ verkauften Präsentation zuvorkommen.
Nawalny war vor etwa zwei Jahren im Alter von 47 Jahren in einem sibirischen Straflager gestorben. Seit langem behauptet der russische Staat, dass Nawalny eines gewöhnlichen Todes gestorben sei. Seine Familie und sein Team hingegen sprechen von Mord und geben dem russischen Präsidenten Wladimir Putin die Schuld. Zum zweiten Todestag Nawalnys hatten seine Witwe Julija Nawalnaja und Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) mitgeteilt, dass der Politiker mit einem starken Nervengift getötet worden sei. Sie beriefen sich dabei auf Laborergebnisse, die sie nicht vorlegten.
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