Rehkitze schützen: klingt nicht gerade nach einem guten Geschäftsmodell.
43-jähriger Forscher ohne Erfahrung in der Wirtschaft: klingt nicht wie ein Typ, der erfolgreich eine Firma gründet.
Drohnen: klingt nach den Flugrobotern, die nur zerstören können.
Martin Israel widerlegt das alles – mit einer Idee, die sein Leben prägt.
Die Geschichte geht los, als der Elektro- und Informationstechniker 2008 als Forscher beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen anfängt. Er ist ein großer Tierfreund und findet eine besondere Forschungsnische: Rehkitze. Die verstecken sich im hohen Gras, sind mit ihrem gepunkteten Fell schwer auszumachen, stellen sich gern tot und geben keinerlei Geruch ab. Was sie vor Fressfeinden schützt, aber auch dafür sorgt, dass jedes Jahr mehr als 100.000 von ihnen bei der Wiesenmahd übersehen und verletzt oder getötet werden.