Der Philosoph und Kulturkritiker Joseph Vogl widmet sich in seiner neuen Schrift „Meteor“ dem Schwebenden und dem Flüchtigen. Ein Entwurf, der keine leichte Kost, aber sehr erkenntnisreich ist
Der Band bringt trotz der thematisierten Schwerelosigkeit mächtig viel intellektuelles Gewicht mit
Foto: Imago/Dreamtime
Mit seinem soeben erschienenen Versuch über das Schwebende, der den geheimnisvollen Titel Meteor trägt, hat Joseph Vogl erneut einen der vorderen Plätze in der Berliner Gelehrtenrepublik erfolgreich verteidigt. Er gilt vor allem als einer der prononciertesten Kritiker des Finanzmarktkapitalismus, ausgewiesen durch Publikationen wie Das Gespenst des Kapitals (2010), Der Souveränitätseffekt (2015) und schließlich Kapital und Ressentiment (2021).
Die Feindseligkeit aller gegen alle
Die Liste seiner Publikationen ist lang und die thematische Vielfalt breit. Vogl lehrte bis 2023 als Professor für Literatur- und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität Berlin. Kulturkritik und Ökonomie bilden in den Veröffentlichungen schon seit zwei Jahrzehn