„Tatort“-Aus von Stefanie Reinsperger: So geht es in Dortmund mit Faber weiter


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Nach dem Aus von Stefanie Reinsperger: Der Dortmund-„Tatort“ sortiert sich immer weiter neu. Wie geht es für Faber jetzt weiter?

Der Dortmunder „Tatort“ bleibt auch mit dem Aus von Ermittlerin Rosa Herzog ein Format im Dauerwandel. Seit dem ersten Fall „Alter Ego“ (23. September 2012) ist schon lange nur noch Peter Faber alias Jörg Hartmann (56) als Fixstern des ursprünglichen Teams mit dabei: ein Ermittler, der nach dem Mord an seiner Familie impulsiv, kompromisslos und oft am Rand des Abgrunds agiert. Genau diese gebrochene Figur hat Dortmund über Jahre geprägt – und sie bleibt auch nach dem jüngsten Umbruch der Fixpunkt.

Mit „Schmerz“ endet nun ein weiteres Kapitel: Stefanie Reinsperger (38) verabschiedet sich auf eigenen Wunsch als Kriminalhauptkommissarin Rosa Herzog. Der WDR begründet den Schritt damit, dass sich Reinsperger künftig anderen Film- und Fernsehprojekten sowie ihrer Arbeit am Wiener Burgtheater widmen will; auch ein Zitat der Schauspielerin liegt in der WDR-Mitteilung vor.

Peter Faber seit 2012 im Zentrum des Dortmunder „Tatorts“

An Fabers Seite stand zunächst Martina Bönisch (Anna Schudt, 51). Aus Kollegenschaft wurde über die Jahre Nähe, Vertrauen – und eine Beziehung, die den Dortmunder Erzählbogen emotional auflud. Umso größer war der Einschnitt, als Bönisch 2022 in der Folge „Liebe mich!“ im Dienst erschossen wurde.

Die Anfangsjahre waren zudem von einem jungen, ehrgeizigen Duo geprägt: Nora Dalay (Aylin Tezel, 42) und Daniel Kossik (Stefan Konarske, 45) mussten sich immer wieder mit Fabers unorthodoxen Methoden arrangieren – oder an ihnen reiben. Konarskes Rolle Kossik wechselte schhon 2017 zum LKA nach Düsseldorf – eine Figur, die später wieder wichtig werden sollte. Tezel kündigte rund drei Jahre später ihren Abschied an und ermittelte nur noch bis 2020; der WDR sprach damals ausdrücklich von einer Trennung „in bester Freundschaft“.

Pawlak übernimmt, bleibt aber nicht lange

Nach Kossiks Abgang stieß Jan Pawlak (Rick Okon, 36) 2018 dazu. Sein Blick auf Fälle und Menschen brachte eine neue, stärker biografisch grundierte Ebene in die Dortmunder Filme – inklusive Konflikten, Loyalitäten und familiären Bruchstellen. Doch auch Pawlak blieb nicht dauerhaft: Sein Ausstieg erfolgte in der Folge „Cash“, die im Februar 2024 lief.

Mit dem Tod von Bönisch und dem Abgang von Pawlak war die Dortmunder Mordkommission erneut gezwungen, sich neu zu sortieren. Rosa Herzog kam 2021 ins Team und quittiert nun nach elf Einsätzen ihren Dienst. Herzog wurde für Faber zur wichtigsten Partnerin der jüngeren Jahre – analytischer, ruhiger, weniger anfällig für Fabers emotionale Kurzschlüsse, aber keineswegs ohne eigene Konfliktlinien.

Klasnić als Chefin, Kossik als Rückkehrer

Eine weitere Verschiebung kam 2025 mit Ira Klasnić (Alessija Lause, 45): Der WDR führt sie als „neue Chefin der Mordkommission“ ein, die die Ermittlungen leitet – mit Ecken, Kanten und einer eigenen Agenda, die im Team immer wieder Spannungen erzeugt. Parallel kehrte Daniel Kossik nach Dortmund zurück und spielt auch für die Zukunft wohl eine konkrete Rolle. Zumindest wird Konarske auch in den folgenden beiden Filmen mit von der Partie sein.

Eine feste Nachfolge-Figur für Herzog ist vom WDR bislang allerdings nicht offiziell benannt worden. Sicher ist im Moment vor allem die nächste Konstellation: Faber plus Kossik – und damit ein Duo, das eher Konflikt als Harmonie verspricht.

SpotOnNews

Source: stern.de