„Die Beschäftigten am BER halten den Flughafenbetrieb am Laufen und verdienen Respekt“: Die Gewerkschaft Verdi kündigt am Hauptstadtflughafen einen Warnstreik an.
Reisende müssen sich am Berliner Flughafen BER am Mittwoch auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Hintergrund ist der festgefahrene Tarifkonflikt mit der Arbeitgeberseite. Verdi wirft dem Betreiber des Hauptstadt-Airports eine Blockadehaltung vor und lehnt dessen jüngstes Angebot ab. Es dürfte zu Flugausfällen und Verspätungen kommen.
Die Arbeitgeber hatten laut Verdi in der zweiten Verhandlungsrunde eine Lohnerhöhung in mehreren Schritten bei einer Laufzeit bis Ende 2028 angeboten. Demnach soll es bis Juni eine Nullrunde geben, gefolgt von einem Plus von einem Prozent ab Juli 2026, 1,5 Prozent ab Juli 2027 und einem weiteren Prozent ab Mai 2028. „Das ist kein ernsthaftes Angebot, sondern eine Provokation am Verhandlungstisch“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Holger Rößler. Das Angebot ergebe insgesamt gerechnet nur rund ein Prozent Lohnsteigerung pro Jahr und bedeute für die Beschäftigten angesichts der Preisentwicklung einen deutlichen Reallohnverlust.
Verdi: „Die Beschäftigten am BER verdienen Respekt“
Der Streik sei eine direkte Konsequenz der Weigerungshaltung der Arbeitgeber, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen, teilte die Gewerkschaft weiter mit. „Die Beschäftigten am BER halten den Flughafenbetrieb täglich am Laufen. Sie verdienen Respekt – und einen Tarifabschluss, der ihre Arbeit anerkennt“, sagte Rößler. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 25. März angesetzt. Verdi erwarte bis dahin ein deutlich verbessertes Angebot.
Reuters
nik
Source: stern.de