Etwas Entspannung an der Zapfsäule: Der Absturz der Ölpreise kommt langsam bei den Tankstellen an. Die Kraftstoffpreise gehen weiter runter. Experten sehen aber noch „Luft nach unten“.
Zwar bewegen sich die Preise für Benzin und Diesel immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Doch die Entspannung an den Ölmärkten infolge der verkündeten Einigung auf eine Waffenruhe im Iran-Krieg wird nun auch zunehmend an den Zapfsäulen spürbar.
Einer SWR-Datenanalyse zufolge kostete ein Liter Super-Benzin (Sorte E5) am Freitag im Mittel 2,15 Euro. Der mittlere E10-Preis lag bei 2,09 Euro pro Liter. Beim Diesel waren es 2,30 Euro.
Die Mittelwerte beziehen sich auf die Preise an allen deutschen Tankstellen in den vergangenen 24 Stunden.
ADAC sieht weiter sinkende Preise
Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch der ADAC in einer eigenen Untersuchung, die sich auf die Preisentwicklungen bis zum gestrigen Donnerstag stützt. Zwar werden die Kraftstoffe üblicherweise zur Mittagszeit teurer.
Doch sowohl vor als auch nach der erlaubten Erhöhung um 12 Uhr mittags lagen die Preise am Donnerstag deutlich niedriger als zuvor. Insgesamt sehe man allerdings „weiterhin Luft nach unten“, so der ADAC.
Solche Preisrückgänge zögen sich häufig über mehrere Tage – ganz im Gegensatz zu Erhöhungen, die in der Regel sofort weitergegeben würden.
Weitere Entwicklung in Nahost entscheidend
Wie sich die Preise in den kommenden Tagen verändern, dürfte vor allem davon abhängen, wie hoch die Preise für Rohöl an den Weltmärkten sind – und damit von der weiteren Entwicklung zwischen den Kriegsparteien im Nahen Osten.
Direkt nach der Vereinbarung der Waffenruhe war der Ölpreis sogar auf fast 90 Dollar gesunken. Vor den für Samstag geplanten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran bewegte sich der Ölpreis allerdings nicht drastisch.
Am Freitag lagen die Preise für ein Fass der Nordseesorte Brent und der US-Referenzsorte WTI weiter unter hundert Dollar.
Source: tagesschau.de