Nach einer kurzzeitigen Waffenruhe haben syrische Regierungstruppen die Kämpfe gegen bewaffnete kurdische Gruppen in der Großstadt Aleppo offenbar wieder aufgenommen. Die Kurden warfen den Truppen des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa
und deren verbündeten Milizen vor, den kurdisch geprägten Stadtteil
Scheich Maksud in Aleppo unter schweren Beschuss genommen zu haben. Die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigte die kurdischen Angaben. Die Situation sei „drastisch eskaliert“, sagte der Leiter der Beobachtungsstelle, die sich auf Angaben von Aktivisten vor Ort stützt, der Nachrichtenagentur dpa.
In der vergangenen Nacht hatte die Armee zunächst eine Waffenruhe ausgerufen und bewaffnete Gruppen aufgefordert, die betroffenen Viertel zu verlassen. Seit mehreren Tagen liefern sich Truppen der
islamistischen Übergangsregierung und kurdische Kämpfer in der syrischen Großstadt Gefechte. Mindestens 21 Menschen wurden dabei getötet.
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