Die geglückte Wahl in ein politisches Amt, flüchtige Glückwünsche, ein schöner großer Blumenstrauß – all das steht üblicherweise am Ende eines Wahlkampfes um die Gunst des Volkes. Für Sven Schulze aber, den neuen Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, kann seine Wahl an diesem Mittwoch nur den Anfang einer Anstrengung markieren. Dass er und dass seine Partei, die CDU, sich dessen vollständig bewusst wären, darf allerdings leise bezweifelt werden.
58 Ja-Stimmen hat Schulze im Landtag erhalten, zwei mehr als die von Vorgänger Haseloff geformte Koalition aus CDU, SPD und FDP zur eigenen Verfügung hatte. Sind diese 58 Stimmen ein starkes Ergebnis? Mit Sicherheit. Sind die zwei Ja-Stimmen aus der Opposition womöglich ein Ausweis von Staatsräson gepaart mit Misstrauen gegenüber Schulzes CDU-Fraktion, die nötige Geschlossenheit in einer evident kritischen Situation hinzubekommen? Denkbar. Aber letztlich ist das unerheblich.