Suizid in Oberfranken: Familienvater tötet seine Frau, seine Kinder und anschließend sich selbst


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Im bayerischen Oberfranken hat die Polizei eine vierköpfige Familie tot in einer Wohnung in Strullendorf aufgefunden. Die Ermittlungen laufen. Trotzdem gibt es einen Verdacht.

In Bayern ist eine vierköpfige Familie durch eine Gewalttat ums Leben gekommen. Nach dem Hinweis eines Vermieters entdeckten Einsatzkräfte am Freitagabend in einer Wohnung im oberfränkischen Strullendorf die Leichen einer 49-jährigen Frau, eines 52-jährigen Mannes und zweier Kinder, wie die Polizei in Bayreuth am Montag mitteilte.

Den Ermittlungen zufolge erschoss der Mann seine Frau, seine sechsjährige Tochter und seinen 14-jährigen Sohn, bevor er Suizid beging.

Der 52 Jahre alte Deutsche habe mehrere Schusswaffen besessen und dafür auch eine waffenrechtliche Erlaubnis gehabt, teilten die Ermittler mit. Laut einem Polizeisprecher war der Mann Jäger und Sportschütze. Um welche Waffen es sich handelte, blieb zunächst unklar.

Strullendorf: Vermieter fand die Familie

Der Wohnungsvermieter rief am Freitagabend über Notruf die Polizei, weil er seine Mieter nicht erreichen konnte und sich Sorgen machte. Mieter im Mehrfamilienhaus hätten zuvor einen auffälligen Geruch bemerkt, sagte ein Polizeisprecher. Darauf habe der Vermieter reagiert. Eine Streife fuhr daraufhin zu dem Mehrfamilienhaus im Landkreis Bamberg und öffnete die versperrte Wohnung. Darin entdeckten sie dann die vier Leichen.

Der 52-Jährige besaß demnach eine waffenrechtliche Erlaubnis und war im Besitz mehrerer Schusswaffen. Es gebe bislang keine Anhaltspunkte für eine Beteiligung weiterer Menschen an der Tat, erklärte die Polizei.

Die Hintergründe waren zunächst unklar. Auch der genaue Todeszeitpunkt blieb zunächst unklar. Unter anderem müssten dafür noch Spuren ausgewertet werden. Die Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei Bamberg nahmen Ermittlungen auf. Auch ein Rechtsmediziner war am Tatort im Einsatz. Laut einem Polizeisprecher ist die Obduktion der Leichen für Dienstag geplant.

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Oder Sie kennen jemanden, dem es so geht? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich (nach Anmeldung über die Website www.telefonseelsorge.de).

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

AFP · DPA

lpb / cl

Source: stern.de