Südkorea: Samsung meldet deutlichen Gewinnanstieg durch hohe Chipnachfrage

Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung hat seinen Betriebsgewinn für die ersten drei Monate des Jahres auf 57,2 Billionen Won, umgerechnet knapp 32,3 Milliarden Euro, geschätzt. Das ist rund achtmal so viel wie vor einem Jahr und deutlich mehr als beim bisherigen Höchstwert Ende 2025. Auch der Umsatz liegt mit 133 Billionen Won rund 68 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

Hauptgrund für diese Entwicklung ist die weiterhin hohe Nachfrage nach Halbleitern, die vor allem für KI-Infrastruktur benötigt werden. Bei den Geschäftszahlen handelt es sich um eine erste Schätzung, die genauen Zahlen sollen voraussichtlich Ende des Monats veröffentlicht werden.

Pessimistische Gewinnerwartungen in anderen Geschäftsbereichen von Samsung

Die Zahlen für das erste Quartal haben die Erwartungen des Marktes deutlich übertroffen. Laut einer
von der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap durchgeführten Umfrage
liegt der erwartete Betriebsgewinn im Schnitt um 36,7 Prozent über den
Schätzungen der befragten Ökonomen. Die Anleger reagierten am Morgen positiv auf die Nachricht, der südkoreanische Leitindex Kospi stieg zwischenzeitlich um 2,4 Prozent an.

In den anderen Geschäftsbereichen von Samsung, zum Beispiel Smartphones oder Fernsehgeräten, sind wegen gestiegener Kosten und größeren Wettbewerbs die Gewinnerwartungen pessimistischer. Auch steigende Lohnkosten infolge von angedrohten Streiks in Südkorea ab Mai könnten die weiteren Erwartungen des Unternehmens eintrüben.

Der anhaltende Krieg im Iran könnte für die folgenden Quartale den Gewinn von Samsung beeinflussen. Seit Beginn des Krieges ist der Aktienkurs von Samsung bereits um 14 Prozent gesunken. Experten erwarten eine mögliche Investitionszurückhaltung bei Technologieunternehmen im Bereich von KI-Datenzentren wegen steigender Energiekosten und der Unterbrechung von Lieferketten.

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