Stuttgart 21: Fast dasjenige schönste Museum dieser Stadt

Bei sonnigem Wetter trägt Daniel Kartmann Schiebermütze. Weil sie einen leichten Schatten über seine Augen wirft. „Helles Licht ist für mich unangenehm“, sagt der 49-Jährige bei einem Treffen in einem Café nahe des Stuttgarter Hauptbahnhofs. Es ist Ende Februar, so langsam beginnt wieder die Saison, in der sich Kartmann regelmäßig vor zu viel Sonne schützen muss: Vor 15 Jahren ist er auf dem rechten Auge fast erblindet. Bei einer Demonstration gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 traf ihn ein Wasserwerfer der Polizei genau ins Gesicht: „Das rechte Auge war so schwer verletzt, dass die Pupille nicht mehr auf und zugeht.“ Kartmann hatte Glück im Unglück: Bei einer Notoperation wurde seine Sehfähigkeit gerettet, mit Brille erreicht er heute bis zu 80 Prozent Sehkraft.

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