Stromversorgungssicherheit: „Wir erwarten jedes Jahr sechs Dunkelflauten“

Der Volkswirt Christoph Müller, 54, leitet seit 2025 den deutschen Stromnetzbetreiber Amprion mit Sitz in Dortmund. Dessen Höchstspannungsnetz ist 11.000 Kilometer lang und reicht über sieben Bundesländer, von der Nordsee bis zu den Alpen.

DIE ZEIT: Herr Müller, Sie sind für die Stabilität des deutschen Stromnetzes verantwortlich. Was besorgt Sie gerade?

Christoph Müller: Wir kommen bei einem extrem wichtigen Thema seit Jahren nicht voran. In Deutschland werden dringend zusätzliche steuerbare Kraftwerke gebraucht, denn nach den Kernkraftwerken werden wir bald auch die Kohlekraftwerke abschalten. Aber diese neuen Anlagen werden nicht gebaut. Die Zeit läuft uns davon.

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