Die Solarkraftwerke in Deutschland haben im vergangenen Jahr erstmals mehr Strom als Braunkraftkohlewerke geliefert. Das geht aus einer Auswertung des Fraunhofer-Instituts für Solar Energiesysteme (Fraunhofer ISE) hervor. Photovoltaikanlagen erzeugten demnach insgesamt rund 87 Terawattstunden Strom, 21 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil der Braun- und Steinkohle am gesamten deutschen Strommix sei auf 22,4 Prozent gefallen. Die mit Abstand wichtigste Stromquelle blieb den Angaben zufolge mit 132 Terawattstunden die Windkraft. Der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix habe wie im Vorjahr bei 55,9 Prozent gelegen.
Die Bruttostromerzeugung aus Braun- und Steinkohle betrug laut ISE im vergangenen Jahr 106 Terawattstunden. Das war rund eine Terawattstunde weniger als 2024 und der niedrigste Wert seit 1956. EU-weit habe die Stromerzeugung aus Photovoltaik 2025 mit 275 Terawattstunden erstmals über der Summe aus Braun- und Steinkohle gelegen, die 243 Terawattstunden erreichte.
„Die Kohleverstromung lohnt sich ökonomisch oft nicht mehr“, sagte Bruno Burger vom Fraunhofer ISE dem Spiegel.
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