Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) schließt nicht aus, dass Deutschland sich am Ende des Irankriegs an der Sicherung der Schifffahrt in der Golfregion beteiligen wird. „Kann sein, dass wir auch gefordert werden, dass wir auf der Straße von Hormus tätig sind. Beispielsweise wenn es darum geht, dass man Minen räumen müsste oder Ähnliches“, sagte Dobrindt in der ARD-Sendung maischberger.
Der Minister unterstrich zugleich die Position von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), dass der Irankrieg kein Krieg Deutschlands sei. „Wir sind nicht beteiligt, wir wurden vorher nicht gefragt, wir sind nicht Teilnehmer.“ Deshalb sei er der Meinung: „Ja, Deutschland kann sich raushalten aus dieser Situation“, sagte Dobrindt.
Seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Zudem beschoss der Iran Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Dies ließ die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen. Immer mehr Länder versuchen, die Auswirkungen der gestiegenen Energiepreise mit neuen Maßnahmen zu dämpfen.
US-Präsident Donald Trump hatte die Nato-Partner aufgefordert, zur Sicherung der wichtigen Schifffahrtsstraße auch Kriegsschiffe in die Region zu entsenden. Dies wurde von Deutschland und weiteren Ländern abgelehnt. Trump reagierte erbost und attestierte den Alliierten am Dienstag einen „sehr dummen Fehler“. Auch einen Austritt der USA aus der Nato brachte er ins Spiel.