Store des Tages Herbst 2025: Ein neuer Store für jedes Baden-Baden

Rund 100m² inklusive 15m² für das Atelier des neuen Labels – das ist Ask Studios in Baden-Baden auf der Langen Straße.

Karen Andreottola-Ziefle und Sarah Isabel Voß-Meier sind alte Hasen in der Modebranche. Rund 30 Jahre arbeiten die beiden schon in diesem Bereich, u.a. im Produktmanagement und als Head of Design beim ehemaligen Young Fashion-Filialisten Orsay, der 2022 in die Insolvenz ging. Jetzt haben sie sich zu einem neuen gemeinsamen Schritt entschieden, die eigene Marke Ask Studios gelauncht und dazu gleich den passenden Store eröffnet. Alles in ihrer Heimatstadt Baden-Baden.

Seit rund einem Jahr haben die beiden ehemaligen Kolleginnen, die mittlerweile Freundinnen geworden sind, die Idee eines eigenen Labels im Kopf. Dass es nun erstmal ein eigener Laden geworden ist, hat auch damit zu tun, dass sie für ihr Label ein Zuhause wollten. „Die Boutique soll das Aushängeschild für unser Label werden“, so die Macherinnen.

Der rund 100m² große Store beinhaltet ein ca. 15m² großes offenes Atelier, das von der Ladenfläche aus einsehbar ist. Dort fertigen die beiden die Musterteile ihres Labels. Das erste Programm kommt als Komplettkollektion zum Frühjahr/Sommer 2026 auf den Markt und umfasst rund 40 Teile für Damen, vom T-Shirt bis zum Mantel in einer Preis-Range von im Kern 59 bis 300 Euro. Zunächst soll es im eigenen Geschäft verkauft und von da der Wholesale aufgebaut werden. 

Store des Tages Herbst 2025: Ask Studios in Baden-Baden

Der dazugehörige Store hat bereits seit September geöffnet und bietet aktuell einen Sortimentsmix von femininer Mode an, mit Labels wie Co’couture, Mbym, Colourful Rebel, Sofie Schnorr und Accessoires von Lulu Copenhagen, Kknekkies, J-Clay und hey.studios. Im Januar wird das Angebot noch durch die Marken FRNCH, Copenhagen Muse, JIJI, Pom Amsterdam und Harper & Yve ergänzt. Das Sortiment wurde so zusammengestellt, dass sich die eigene Kollektion darin nahtlos einfügen soll.

Store Design aus eigener Hand

Was das Design des Ladens betrifft, haben sich die beiden Gründerinnen kreativ ausgetobt und die Gestaltung selbst übernommen. Ihre CI-Farben sind „Sulphur“ ein Kiwi-Ton, kombiniert zu „Prism Pink“, einem kräftigen Rosa. Vor allem die Rosa-Nuance bekommt im Laden den großen Auftritt. „Wir haben alle Wände in dieser Farbe gestrichen und sogar eine Kunstpflanze komplett so eingefärbt“, berichten sie.

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Startschuss in Osterhofen

Vor drei Jahren haben Theresa Eberhard und ihre Mutter Margit Fuchs Mode Simader mit drei Filialen in Niederbayern und Österreich übernommen. Mit dem Umbau des Ladens in Osterhofen folgte nun der Auftakt für weitere Veränderungen.

Entgegen aller Empfehlungen setzen sie bei der Beleuchtung auf kaltes Neonlicht, das einen Gegenpol zu den Farben des Laden setzen soll. „So kommen sie erst richtig zur Geltung“, sagt Andreottola-Ziefle, die sich vorrangig um die Gestaltung Interiors gekümmert hat. Dazu kombinieren sie Möbel in Travertin-Optik und Stücke mit organischen Formen. „So entsteht ein individueller Mix aus witzigen Einzelteilen“, so Andreottola-Ziefle. 

Erfolgreich gegen den Trend gestartet

Dass Baden-Baden gerade ein eher schwieriger Standort ist, um im Modehandel durchzustarten, davon haben sich die beiden nicht abschrecken lassen. Zwar sei seit Monaten die zentrale Zufahrtsstraße in die Innenstadt gesperrt und es gebe viel Leerstand. „Doch wir wussten, worauf wir uns einlassen und bisher gibt uns der Erfolg recht“, sagt Voß-Meier.

Sie hätten deshalb recht vorsichtig geplant, liegen aber bisher deutlich über ihrem Plan. „Die Zahlen spiegeln diese eher schwierige Situation nicht wider.“ Ihnen sei auch zugutegekommen, dass sie am Wochenende des SWR3 New Pop Festival eröffnet haben. „Das hat uns viel Frequenz und dadurch auch Bekanntheit durch Mund-zu-Mund-Propaganda gebracht“, erzählt Voß-Meier. 

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Viel Werbung haben sie ansonsten nicht gemacht. Lediglich auf ihrem Insta-Account haben sie die Werbetrommel etwas gerührt, wenn auch in kleinem Rahmen. Allerdings sind einige regionale Zeitungen auf sie aufmerksam geworden, da es einen Store mit diesem Konzept und Sortiment in Baden-Baden bisher nicht gibt. „Dadurch haben auch einige Kundinnen von uns erfahren“, erzählen sie.

Vorfreude aufs Debüt

Jetzt freuen sich die Beiden schon aufs neue Jahr, wenn im Februar die erste eigene Kollektion in den Laden kommt. Die Kundinnen erwarten dann feminine, teils aufwendige Teile mit spezifischen Details. „Wir haben keine Basics“, sagen sie. Viele Kundinnen hätten sich die Musterteile bereits im Atelier angesehen und erwarten den Launch voller Vorfreude. 

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