Stopp von Geheimdienstinfos: Russland soll USA Deal zulasten jener Ukraine angeboten nach sich ziehen

Stopp von GeheimdienstinfosRussland soll USA Deal zulasten der Ukraine angeboten haben

20.03.2026, 20:52 Uhr

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Im intensiven Austausch über die Ukraine – ohne die Ukraine: Dmitriew, Kushner und Witkoff, hier im Dezember in Moskau. Dmitriew weist den Bericht über einen Deal mi den USA zurück. (Foto: picture alliance / TASS)

Russland und der Iran arbeiten schon länger militärisch zusammen. Doch offenbar ist der Kreml bereit, Hilfen einzustellen, so es ihm nützt. Putins Gesandter macht deshalb den USA offenbar einen Vorschlag – der, mal wieder, auf Kosten der Ukraine ginge.

Moskau soll den USA vorgeschlagen haben, die Weitergabe von Geheimdienstinformationen an den Iran einzustellen, wenn die USA die Ukraine nicht mehr mit Informationen über Russland versorgen würden. Dies schreibt das Nachrichtenportal „Politico“. Demnach sagen zwei mit den Verhandlungen vertraute Personen, der russische Gesandte Kirill Dmitriew habe den Unterhändlern der Trump-Regierung, Steve Witkoff und Jared Kushner, den Vorschlag während ihres Treffens vergangene Woche in Miami unterbreitet. Die USA sollen den Vorschlag aber abgelehnt haben.

Dennoch habe allein die Existenz eines solchen Vorschlags bei europäischen Diplomaten Besorgnis ausgelöst. Ein EU-Diplomat soll den russischen Vorschlag als „empörend“ bezeichnet haben. Die Europäer befürchten offenbar, dass Moskau versucht, in einem für die transatlantischen Beziehungen kritischen Moment einen Keil zwischen Europa und die USA zu treiben. US-Präsident Donald Trump hatte gerade erst die Nato-Verbündeten als „Feiglinge“ beschimpft, weil diese keine Schiffe in die Straße von Hormus schicken wollten.

Das Weiße Haus äußerte sich nicht zu solchen Gesprächen mit den Russen. Der russische Sonderbeauftragte Dmitriew wies den Bericht von „Politico“ indes zurück. „Fake“, schrieb er dazu bei X.

Trotz des zunehmenden Drucks auf die Regierung in Kiew und des Runterfahrens der militärischen und finanziellen Hilfen teilen die USA weiterhin Geheimdienstinformationen mit der Ukraine. Nur nach dem desaströsen Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus im vergangenen Jahr hatten sie dies kurzzeitig ausgesetzt – mit fatalen Konsequenzen auf dem Schlachtfeld.

Laut „Politico“ versuchte ein europäischer Diplomat nun, das Risiko des russischen Vorschlags herunterzuspielen. Er verwies demnach auf eine Aussage des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, wonach Frankreich „zwei Drittel“ der militärischen Aufklärung für die Ukraine liefere.

Dem Bericht zufolge hat Russland seit Kriegsbeginn den Nachrichtenaustausch und die militärische Zusammenarbeit mit dem Iran ausgebaut. Das „Wall Street Journal“ hatte zuvor bereits geschrieben, dass Moskau die Mullahs im Kampf gegen die USA und Israel mit Satellitenbildern und Drohnentechnologie unterstützte, was der Kreml als „Fake News“ abtat. US-Präsident Donald Trump sagte dazu lapidar in einem Interview mit dem Sender Fox News: Der russische Präsident Wladimir Putin helfe dem Iran „vielleicht ein bisschen, ja ich schätze schon, und er denkt wahrscheinlich, dass wir der Ukraine helfen, richtig?“

Wie „Politico“ schreibt, hat Russland den USA bereits mehrere Vorschläge zum Iran gemacht, die allerdings allesamt abgelehnt wurden. Bei einem soll es auch darum gegangen sein, im Iran angereichertes Uran nach Russland zu transportieren.

Quelle: ntv.de, ghö

Source: n-tv.de