Es ist erst ein reichliches Jahr her, da blickten die Lebensmittelkunden mit Sorge in die Kühlregale. Butter wurde von Woche zu Woche teurer, der Preis verdreifachte sich auf bis zu 2,39 Euro pro Stück. Für viele Kunden schlicht: zu viel.
Heute ist Butter so billig wie zuvor, weil sich der Milchmarkt international wieder entspannte. Was zeigt: Märkte beruhigen sich oft von selbst – und zwar ohne staatliches Eingreifen. Durch Steuersenkungen oder andere Interventionen kurzfristig Konsumenten zu entlasten, wäre damals genauso falsch gewesen wie heute, da wegen der hohen Spritpreise Direktzahlungen an Autofahrer und Kfz-Steuernachlässe diskutiert werden oder eine Absenkung der Mehrwertsteuer für Grundnahrungsmittel auf null.