Steigende ÖlpreiseDeutsche wollen Tankrabatt, aber keine Bundeswehr in der Golf-Region
24.03.2026, 13:26 Uhr
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Mehr als 80 Prozent der Deutschen sprechen sich dafür aus, die Steuern auf Benzin, Diesel, Heizöl und Gas zu senken. Selbst nach einem Waffenstillstand im Iran-Krieg wäre aber nur eine Minderheit dafür, die Bundeswehr in die Straße von Hormus zu schicken.
Eine große Mehrheit der Deutschen von 83 Prozent spricht sich dafür aus, dass Deutschland die Steuern auf Kraft- und Heizstoffe vorübergehend senkt. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für das RTL/ntv-Trendbarometer. Nur 15 Prozent lehnen eine solche Maßnahme ab.
Die Mehrheitsmeinung geht quer durch alle Einkommensgruppen und Parteilager. Auch Grünen-Anhänger sind mehrheitlich für eine vorübergehende Senkung der Steuern auf Benzin, Diesel, Heizöl und Gas. Unter ihnen trifft der Vorschlag allerdings auf die stärkste Ablehnung: 30 Prozent der Grünen-Anhänger sprechen sich dagegen aus, diese Steuern zu senken.
Eine – von der Bundesregierung klar abgelehnte – Entsendung von deutschen Kriegsschiffen in die Straße von Hormus zum Schutz von Handelsschiffen kommt nur für eine Minderheit der Deutschen infrage: Lediglich 17 Prozent sind der Meinung, Deutschland sollte, wie von US-Präsident Donald Trump gefordert, gemeinsam mit europäischen Partnern Kriegsschiffe in die Region schicken, während der Krieg mit dem Iran andauert. 79 Prozent lehnen dies ab.
39 Prozent sagen, dass Deutschland nach einem möglichen Waffenstillstand gemeinsam mit europäischen Partnern Kriegsschiffe zum Schutz von Handelsschiffen in die Meerenge entsenden sollte. Eine Mehrheit von 56 Prozent lehnt allerdings auch nach einem Ende der Kampfhandlungen eine Entsendung deutscher Kriegsschiffe ab.
Während die Entsendung deutscher Kriegsschiffe zum jetzigen Zeitpunkt in allen politischen Lagern von einer großen Mehrheit abgelehnt wird, könnte sich eine knappe Mehrheit der Anhänger von Union und SPD einen Einsatz der deutschen Marine nach einem möglichen Waffenstillstand vorstellen.
Die Daten wurden am 20. und am 23. März vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland erhoben. Datenbasis: 1000 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 3 Prozentpunkte.
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Source: n-tv.de