Rund 2.500 Nato-Soldaten haben unter dem Kommando des deutschen Nato-Generals Ingo Gerhartz die Landung an der deutschen Ostküste geübt. Kräfte der spanischen und türkischen Marine absolvierten am Truppenübungsplatz Putlos, östlich von Kiel, eine amphibische Landeübung. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) beobachtete die Militärübung.
Die Soldaten von Marine und Spezialkräften sollten dabei üben, den Strandabschnitt in Putlos unter ihre Kontrolle zu bringen. Nach Angaben der spanischen Marinevertreterin wurden dabei acht Schiffe und 54 amphibische Einheiten eingesetzt, also Fahrzeuge, die sowohl auf See als auch an Land funktionieren.
Nato-Manöver soll Truppenverlegung testen
Die Übung ist Teil des Nato-Manövers Steadfast Dart 26, bei der insgesamt rund 10.000 Soldaten beteiligt sind. Es findet hauptsächlich in Deutschland statt. Die größten Beiträge für die Übung kommen aus südeuropäischen Ländern wie Spanien und der Türkei, aus Deutschland sind über 7.000 Streitkräfte im Einsatz. Die USA sind nicht direkt beteiligt. Beim Manöver wurde auch getestet, wie schnell Truppen innerhalb des Nato-Gebiets verlegt werden können.
Es ist die größte Militärübung der 2024 aufgestellten Eingreiftruppe Allied Reaction Force. Die Truppe soll im Ernstfall, etwa bei einem Angriff auf die Nato oder einer humanitären Katastrophe, binnen zehn Tagen 40.000 Soldaten in den Einsatz bringen können.