Statistisches Bundesamt: Deutsche Wirtschaft stagniert im dritten Quartal

Nach dem leichten Rückgang im Frühjahr stagniert die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts zufolge bei null Prozent Wachstum im Vergleich zum Vorquartal. 

Vor allem die Industrie kämpft mit einer schwachen Nachfrage. Besonders betroffen sind der Autobau und die Chemiebranche, die weiterhin unter einer geringen Auftragslage leiden. Der Export wird zusätzlich durch hohe US-Zölle auf europäische Produkte belastet. Im Inland halten sich viele Verbraucherinnen und Verbraucher aufgrund der deutlich gestiegenen Preise für alltägliche Produkte beim Konsum zurück.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sprach angesichts der Konjunkturschwäche von einer „strukturellen Wachstumsschwäche“ der deutschen Wirtschaft. „Jetzt müssen wir die Sozialsysteme reformieren, Bürokratie spürbar zurückbauen, Lieferketten widerstandsfähiger machen, das Arbeitsangebot ausweiten und für tragfähige öffentliche Haushalte sorgen“, sagte sie. Daran werde die Bundesregierung konsequent weiterarbeiten. 

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