Das Wirtschaftsministerium sucht Kontakt zum ausländischen Eigentümer der riesigen Logistikhalle, die Zalando nach der Ansiedlung vor mehr als einem Jahrzehnt gemietet hat.
Der Internethändler Zalando schließt sein großes Logistikzentrum in Erfurt – etwa 2700 Arbeitsplätze stehen dort auf der Kippe. Nun kommt die Belegschaft zu einem Krisentreffen zusammen. Wie es jetzt weitergeht.
Jobbörse noch im Februar geplant
Bei den Arbeitnehmern mit Festanstellung gebe es bei Bedarf Beratungsangebote, bei ihnen gehe es jedoch zunächst um betriebliche Regelungen. Michel bestätigte Pläne von Zalando, eine Jobbörse in Erfurt auszurichten. Die Arbeitsagentur und die regionale Wirtschaftsförderung sei dabei beratend tätig.
Logistik-Schließung
Zalando-Betriebsrat: Mehr als 3000 Arbeitnehmer betroffen
Langsam werden die Folgen der Zalando-Schließung in Erfurt deutlicher. Betroffen sei nicht nur die Stammbelegschaft mit 2700 Arbeitnehmern, sagt der Betriebsrat.
Nach Angaben von Michel gibt es in der Region potenziell fast 100 Unternehmen, die offene Stellen und signalisiert haben, dass sie Arbeitnehmer einstellen wollen. Das Spektrum sei breit – von Logistik über Pflege, Gastgewerbe, Handel bis Handwerk. „Wir sind in der heißen Phase der Planung.“ Ein genauer Termin für die Jobbörse oder -messe stehe noch nicht fest, er werde jedoch voraussichtlich noch Ende Februar sein.
Derweil sucht das Wirtschaftsministerium den Kontakt zum ausländischen Eigentümer der riesigen Logistikhalle, die Zalando nach der Ansiedlung vor mehr als einem Jahrzehnt gemietet hat. Dabei geht es nach Angaben von Boos-John auch um eine künftige Nutzung und damit neue Arbeitsplätze. Neben den 2700 Zalando-Arbeitnehmern sind nach Schätzungen etwa 300 bis 500 Arbeitsplätze bei Dienstleistern des Logistikzentrums gefährdet.