Spricht sich pro Kubicki aus: Amtierender Parteichef Christian Dürr zieht Kandidatur pro Liberale-Vorsitz zurück

Spricht sich für Kubicki ausAmtierender Parteichef Christian Dürr zieht Kandidatur für FDP-Vorsitz zurück

05.04.2026, 13:32 Uhr

Zieht seine Kandidatur zurück: Christian Dürr. (Foto: picture alliance/dpa)

Die Kandidatur von Wolfgang Kubicki als FDP-Chef sorgt für den Rückzug eines anderen Kandidaten. Der bisherige Parteivorsitzende Dürr steigt aus dem Rennen für den Chefposten aus.

Angesichts der Kandidatur von FDP-Vize Wolfgang Kubicki für den Bundesvorsitz zieht der amtierende Parteichef Christian Dürr seine eigene Bewerbung zurück. „Ich habe keinen Zweifel daran, dass die FDP wieder erfolgreich sein wird. Die Voraussetzung ist eine geschlossene Formation. Ich leiste meinen Beitrag dazu, unterstütze Wolfgang Kubicki und werde nicht antreten“, sagte Dürr der „Bild“-Zeitung. Eine Parteisprecherin bestätigte den Bericht.

„Ich will vor allem, dass unser Land wieder nach vorne kommt“, so Dürr. „Dafür braucht es eine starke FDP mit klaren Positionen für Marktwirtschaft und Freiheit. Wolfgang hat das Zeug dazu, das zu schaffen.“

Kubicki hatte am Samstag seine Kandidatur für den Chefposten der Liberalen angekündigt. „Ich will eine Partei, die mit neuem Selbstbewusstsein die politischen Debatten in diesem Land anführt, statt ihnen hinterherzulaufen“, schrieb Kubicki auf X.

„Deutschland wartet nicht auf eine FDP, die sich in akademischen Diskussionen verzettelt, sondern auf eine, die dieses Land groß gemacht hat: klar im politischen Inhalt und ebenso klar in der Sprache. Für die Freiheit.“

NRW-Landeschef kandidiert gegen Kubicki

Neben Kubicki kandidiert weiterhin der FDP-NRW-Landeschef Henning Höne. Dieser wird unter anderem von der Europaabgeordneten Marie-Agnes Strack-Zimmermann unterstützt. Höne selbst bekräftigte in Reaktion auf die Kubicki-Kandidatur seine Bereitschaft, die Partei zu führen. „Mein Angebot an die Partei bleibt bestehen: Die FDP braucht einen Neustart.“ Er freue sich auf den Wettbewerb mit Kubicki. 

Die FDP war im März bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und in ihrem Stammland Baden-Württemberg an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert und somit nicht in die Parlamente eingezogen. Bei der Bundestagswahl im Februar 2025 war sie bereits aus dem Bundestag geflogen – zuvor war im Bund die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP geplatzt. Der damalige Parteichef Christian Lindner zog sich aus der Politik zurück, Dürr übernahm damals.

Im März hatte der Bundesvorstand um Dürr beschlossen, beim Parteitag im Mai geschlossen zurückzutreten. Dürr hatte aber angekündigt, wieder für den Vorsitz kandidieren zu wollen. Das nahm er jetzt zurück.

Quelle: ntv.de, lme/dpa

Source: n-tv.de