SPD rückt in Rheinland-Pfalz solange bis hinauf verknüpfen Punkt an die Union heran

Die CDU hofft, die seit 1991 regierende SPD in Rheinland-Pfalz abzulösen. Doch in einer aktuellen SWR-Umfrage schrumpft der Vorsprung auf nur noch einen Prozentpunkt zusammen. Die AfD wäre klar drittstärkste Kraft.

Rund einen Monat vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz zeichnet sich in einer Umfrage ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der oppositionellen CDU und der regierenden SPD ab. Die CDU liegt noch mit einem Prozentpunkt vor der SPD, wie aus einer Befragung des Wahlforschungsinstituts Infratest Dimap im Auftrag des SWR-Politikmagazins „Zur Sache Rheinland-Pfalz!“ hervorgeht.

Demnach verliert die CDU im Vergleich zum Januar einen Prozentpunkt und kommt auf 28 Prozent. Die SPD um Ministerpräsident Alexander Schweitzer gewinnt hingegen einen Prozentpunkt und kommt auf 27 Prozent. Die SPD regiert stellt seit 1991 den Ministerpräsidenten in Rheinland-Pfalz, Schweitzer folgte 2024 während der laufenden Legislaturperiode auf Malu Dreyer.

Die AfD gewinnt ebenfalls einen Prozentpunkt und liegt bei 19 Prozent, die Grünen bei neun Prozent. Laut Umfrage würden sowohl die seit fünf Jahren im Landtag vertretenen Freien Wähler als auch die außerparlamentarische Linkspartei mit jeweils fünf Prozent die Chance auf einen Einzug in den Landtag haben. Alle übrigen Parteien erhielten zusammen sieben Prozent, darunter auch die Regierungspartei FDP und das BSW.

Die Daten basieren laut SWR auf einer repräsentativen Telefon- und Online-Befragung vom 19. bis 24. Februar, die Infratest Dimap unter 1.158 wahlberechtigten Rheinland-Pfälzern durchführte.

Die Umfragewerte aus Rheinland-Pfalz in der Übersicht

  • CDU 28 Prozent (-1)
  • SPD 27 Prozent (+1)
  • AfD 19 Prozent (+1)
  • Grüne 9 Prozent (-1)
  • Freie Wähler 5 Prozent (+1)
  • Linke 5 Prozent (-1)
  • Sonstige 7 Prozent (±0)

Der Landtag wird am 22. März gewählt. Umfragen spiegeln grundsätzlich nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. Sie sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet – unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten.

44 Prozent mit Ampel-Koalition zufrieden, 50 Prozent unzufrieden

In der aktuellen Infratest Dimap-Umfrage erhielt die Arbeit der aktuellen Ampel-Koalition in Mainz aus SPD, Grünen und FDP ein geteiltes Echo. 44 Prozent der befragten Rheinland-Pfälzer zeigten sich – wie schon in der Januar-Umfrage – zufrieden mit der Regierungsleistung, 50 Prozent unzufrieden.

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Weniger als vier Wochen vor der Wahl sprechen sich mehr Menschen für eine von der SPD geführte Koalitionsregierung (35 Prozent) als für eine von der CDU geführte Koalitionsregierung (30 Prozent) aus. 19 Prozent wünschen sich, dass eine Koalitionsregierung von der AfD geführt wird.

Im direkten Vergleich der Spitzenkandidaten liegt der Ministerpräsident deutlich vorn. Dürfte der Ministerpräsident direkt gewählt werden, würden sich 34 Prozent für Alexander Schweitzer entscheiden, heißt es. Für CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder würden sich hingegen nur 17 Prozent entscheiden, für den AfD-Kandidaten Jan Bollinger 7 Prozent.

dpa/sebe

Source: welt.de

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