Die SPD hat ihre künftigen Ministerinnen und Minister vorgestellt. Fünf Thesen, was für die Auswahl wichtig war.
1.
Keine Kontinuität
Die Ära Scholz ist vorbei. Das ist die
erste Botschaft, die von diesem SPD-Teil des künftigen Bundeskabinetts ausgehen
soll. Einzig Verteidigungsminister Boris Pistorius bleibt Minister, alle
anderen Personen werden ausgetauscht. Pistorius ist der beliebteste Politiker
des Landes, der Kanzlerkandidat der Herzen. Auf ihn hätte Klingbeil kaum
verzichten können, selbst wenn er gewollt hätte.
Alle anderen Protagonisten der
Scholz-Zeit wurden hinauskomplimentiert: Nancy Faeser, Svenja Schulze, Klara
Geywitz – und nicht zuletzt Hubertus Heil: Viele von ihnen hatten bis kurz vor
Schluss noch auf eine Anschlussverwendung gehofft. Aber sie alle sind in der
ersten Reihe nicht mehr erwünscht, ihnen fehlte, wie Hubertus Heil es mit kaum
verhohlener Bitternis formulierte, „die ausdrückliche Unterstützung der
Parteispitze“.