SPD im Hintertreffen gen Platz zwei: AfD im Zusammenhang Wahlumfrage in Mecklenburg-Vorpommern weit vorn

SPD abgeschlagen auf Platz zweiAfD bei Wahlumfrage in Mecklenburg-Vorpommern weit vorn

19.02.2026, 12:05 Uhr

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Aktuell haben SPD und Linke eine Mehrheit im Schweriner Landtag. (Foto: picture alliance/dpa)

Im September wählen die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Landtag. Eine neue Umfrage zeigt, dass die Regierungsbildung danach schwierig werden dürfte. Die Partei von Ministerpräsidentin Schwesig liegt demnach fast 15 Prozentpunkte hinter der AfD.

Sieben Monate vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sieht eine Wahlumfrage die AfD bei 37 Prozent und damit weit vor allen anderen Parteien. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kommt bei der repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der „Ostsee-Zeitung“ auf 23 Prozent, die CDU auf 13 Prozent. Die Linke sieht die Umfrage bei 11 Prozent. Gewählt wird in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September, es ist eine von fünf Landtagswahlen in diesem Jahr.

In dem Bundesland regiert seit 1998 die SPD mit wechselnden Koalitionspartnern. Seit der Wahl 2021 führt Ministerpräsidentin Schwesig eine gemeinsame Koalition mit den Linken. Laut der Umfrage würde die rot-rote Landesregierung ihre Mehrheit klar verlieren.

Nur eine Dreierkoalition aus SPD, CDU und Linkspartei hätte derzeit eine stabile Mehrheit. Die AfD würde ihr Ziel, eine Alleinregierung zu stellen, verfehlen. FDP (2) und Grüne (4) erhielten in der Umfrage jeweils weniger als fünf Prozent und würden damit aus dem Landtag fliegen. Das BSW, bisher nicht im Schweriner Landtag vertreten, liegt in der Umfrage bei 5 Prozent und damit genau auf der Kippe. Forsa hat für die repräsentative Umfrage vom 9. bis 16. Februar 1003 Wahlberechtigte in Mecklenburg-Vorpommern befragt.

SPD büßt Stimmen ein

Im Vergleich zu einer Wahlumfrage von Infratest dimap im Auftrag des NDR, die Ende Januar veröffentlicht worden war, legt die AfD zwei Prozentpunkte zu, die SPD büßt zwei Punkte ein. Die CDU landete in der NDR-Umfrage bei 13 Prozent, die Linke bei 12 Prozent und das BSW bei 6 Prozent. Grüne und FDP blieben unter fünf Prozent.

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. Die ermittelten Ergebnisse können, wie alle Stichprobenerhebungen, Fehlertoleranzen enthalten. Im Fall der aktuellen Forsa-Umfrage liegt sie den Angaben zufolge bei +/- drei Prozentpunkten.

Aus der vorhergehenden Landtagswahl 2021 war die SPD mit 39,6 Prozent als große Gewinnerin hervorgegangen. Die AfD erhielt 16,7 Prozent der Stimmen, die CDU 13,3 Prozent, die Linke 9,9 Prozent, die Grünen 6,3 Prozent und die FDP 5,8 Prozent.

Quelle: ntv.de, dsc/dpa/AFP

Source: n-tv.de