Vor neuen indirekten Atomgesprächen zwischen den USA und dem Iran in Genf hat US-Präsident Donald Trump den Druck auf Teheran erhöht. Er warnte vor „Konsequenzen“, sollte es zu keiner Einigung kommen. Donald Trump erklärte, er werde „indirekt“ an den Gesprächen beteiligt sein. Die Verhandlungen werden auf iranischer Seite von Außenminister Abbas Araghtschi geführt, die US-Delegation leiten der Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner. Bereits die vorherige Gesprächsrunde war indirekt im Oman abgehalten worden. Im Mittelpunkt der Gespräche steht das iranische Atomprogramm. Die USA wollen verhindern, dass Teheran Atomwaffen entwickelt. Der Iran signalisiert Bereitschaft zur Begrenzung seines Nuklearprogramms, fordert im Gegenzug jedoch ein Ende der Wirtschaftssanktionen. Der US-Präsident hatte dem Iran bereits mit einem möglichen Militäreinsatz gedroht und zusätzliche Kriegsschiffe in die Region entsandt. Wie realistisch ein militärisches Eingreifen der USA im Falle eines Scheiterns der Gespräche wäre, ordnet Anna Sauerbrey, außenpolitische Koordinatorin der ZEIT, ein.
Nach Vorwürfen der Vetternwirtschaft gegen die AfD in Sachsen-Anhalt geraten weitere Landesverbände unter Druck. Dort waren mehrere Fälle bekannt geworden, in denen Angehörige von AfD-Landtagsabgeordneten bei Parteifreunden im Bundestag beschäftigt wurden. Auch in Niedersachsen gibt es ähnliche Konstellationen: Die Ehefrau des Landeschefs Ansgar Schledde soll für einen AfD-Bundestagsabgeordneten arbeiten, seine Ex-Frau wiederum für die AfD-Landtagsfraktion. Vergleichbare Fälle werden zudem aus Rheinland-Pfalz gemeldet. Rechtlich sind diese Beschäftigungsverhältnisse zulässig. Der AfD-Bundesvorstand reagierte nun erstmals und begrüßte die Initiative des Landesverbands Sachsen-Anhalt, eine sogenannte Verhaltenskommission einzusetzen. Diese soll die Vorwürfe prüfen und parteiinterne Standards klären. Wie stark die Affäre die Partei intern belastet und ob sie sich auf Umfragewerte auswirkt, analysiert Tilman Steffen, Redakteur im Politikressort der ZEIT.
Und sonst so? Verletzter Kormoran sucht Hilfe bei Bremer Notaufnahme
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