Die Führung Taiwans befürchtet, dass die Gefahr eines chinesischen Angriffs steigen könnte, weil die USA in den Irankrieg involviert sind. Taiwan wirft China vor, die Lage gezielt zu eskalieren, seit die USA
Kräfte aus Ostasien verlegt haben. Als Beleg dafür wertet Taiwan
die Wiederaufnahme von großangelegten chinesischen Lufteinsätzen
nahe der Insel seit Mitte März.
„Dies ist eine Gelegenheit für
China, um Einfluss auszuüben“, sagte ein hochrangiger Vertreter
der taiwanischen Sicherheitsbehörden der
Nachrichtenagentur Reuters. China versuche, Instabilität zu
erzeugen, während die Präsenz der USA im Indopazifik in Richtung
Naher Osten verlagert werde.
Außerdem betreibe China „kognitive Kriegsführung“, heißt es aus Taiwan. Chinesische Staatsmedien nutzten den
Nahost-Konflikt, um Zweifel an der Wirksamkeit von US-Waffen zu
säen, auf die Taiwan im Falle einer Invasion angewiesen wäre. So
zitierte eine Webseite der staatlichen China Media Group einen
Forscher mit der Aussage, Taiwans Radaranlagen würden bei einem
Angriff „unmittelbar zerstört“ werden.
Auch wird in
KI-generierten Videos behauptet, Taiwan stehe vor einer
„verheerenden“ Energiekrise. Gleichzeitig unterbreitet die chinesische Regierung Angebote wie etwa Energiesicherheit, sollte sich die Insel der
Herrschaft der Kommunistischen Partei unterwerfen. Taiwans
Regierung wies dies als Propaganda zurück.
Ein Sprecher des US-Außenministeriums sagte, die
Fähigkeit des US-Militärs, auf gleichzeitige globale Bedrohungen
zu reagieren, bleibe „gewaltig“.
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