Geht es hier um eine neue Agenda 2010? Diese Frage liegt im Raum, als Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas am Dienstag vor ein Mikrofon in ihrem Ministerium tritt. Sie soll über die Ergebnisse der Sozialstaatskommission sprechen, die sich aus 26 Vorschlägen in vier Kapiteln zusammensetzen. Bas betont sehr, sehr oft und als Antwort auf fast jede Frage, wie beeindruckend es sei, dass eine Kommission mit so vielen Mitgliedern (es waren Vertreter von Bundesministerien dabei, kommunale Verbände, Bundesländer, Parlamentarier) sich auf so viel einigen konnte. Und Bas sagt auch: Bei dieser Kommission sei es „anders als bei den Hartz-Reformen, da ging es konkret um Leistungskürzungen“. Heute wolle man den Sozialstaat nur vereinfachen und digitalisieren.