Sozialstaat: Sozialstaatsmythen helfen zusammen mit Reformen nicht

Teile der Politik sagen, der Sozialstaat
explodiere, andere nennen ihn unterfinanziert. Das sind Mythen, die
einer notwendigen Reform im Weg stehen, schreibt der Ökonom Georg Cremer.
Er lehrt als außerplanmäßiger Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Freiburg und ist ehemaliger Generalsekretär des Deutschen Caritasverbands – und derzeit Mitglied der Rentenkommission der Bundesregierung.

Die Debatte zum
Sozialstaat in Deutschland
wird von zwei konkurrierenden Mythen bestimmt: Der eine besagt, der Sozialstaat explodiere ungebremst, der andere, er würde seit Langem kaputtgespart. Diese Polarisierung macht es schwer, lagerübergreifende
Kompromisse auszuloten, ohne die eine Reform nicht gelingen kann.

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