So lief die erste Sitzung des „Friedensrates“

Stand: 20.02.2026 • 07:26 Uhr

Jetzt werde nicht mehr geredet, sondern gehandelt. US-Präsident Trump feiert die erste Sitzung des von ihm einberufenen „Friedensrates“. Hauptthema war die Lage in Gaza, es gab aber auch klare Drohungen gegen Iran.

Die Sitzung erinnerte an eine typische Wahlkampfveranstaltung des US-Präsidenten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten rote Trump-Hüte überreicht. Aus den Lautsprechern tönte Trumps bekannte Playlist, sie reicht von Elvis Presley bis zu den Beach Boys und anderen – und dann betrat Donald Trump den Saal.

Zum Song „Gloria“ von Laura Brenigan kam der Präsident herein und begrüßte seine Gäste, die sich bereits auf dem Podium zu einem Gruppenfoto aufgestellt hatten. In seiner Rede wich Trump immer wieder vom vorbereiteten Text ab, holte weit aus, erzählte Anekdoten und den ein und den anderen Schwank aus seinem Leben – und sparte auch nicht mit Selbstlob.

Das ist das renommierteste Gremium, das jemals zusammengestellt wurde. Ich habe ja schon viele großartige Firmenvorstände gesehen. Aber im Vergleich sind die nichts. Hier ist jeder ein Staatsoberhaupt. Bis auf Gianni, der ist der Chef des Fußballs – nicht schlecht, oder, Gianni? Deinen Job mag ich am meisten!

US-Präsident Donald Trump

Trump meinte den FIFA-Chef, Gianni Infantino, der ebenfalls anwesend war. Erste Aufgabe dieses „Friedensrates“: der Gazastreifen. Nach Angaben des US-Präsidenten haben mehrere Mitgliedsstaaten seines „Friedensrates“ sieben Milliarden Dollar für das Küstengebiet zugesagt. Von den USA würden zehn Milliarden Dollar fließen, und zwar in den „Friedensrat“.

„Wir haben Lösungen gefunden“

An der geplanten Stabilisierungstruppe für Gaza hätten bisher fünf Staaten ihre Beteiligung zugesagt. Details nannte Trump nicht. Er betonte aber, dass mit den heute angekündigten Verpflichtungen der „Friedensrat“ beweise, dass er nicht nur Länder zusammenbringe, sondern auch echte Lösungen entwickle und umsetze.

„Wir haben Lösungen gefunden. Es wird so wenig geredet. Es wird wirklich sehr wenig geredet. Es wird nur gehandelt.“ Früher sei im Nahen Osten immer nur geredet worden, so Trump. „Die Menschen sprachen über Frieden im Nahen Osten. Dann gingen sie nach Hause und dachten nie wieder darüber nach. Es passierte nichts.“

Mandat des UN-Sicherheitsrates

Für seine Arbeit im Gazastreifen hat der „Friedensrat“ ein Mandat des UN-Sicherheitsrates. Es gilt bis Ende kommenden Jahres. Immer wieder hatte Trump angedeutet, dass sein Gremium die UN ersetzen könne. Ihnen schulden die USA derzeit mehrere Milliarden Dollar.

Jetzt beschrieb der Präsident das Verhältnis zu den Vereinten Nationen so: Man werde wie eine Aufsicht über die UN wachen und dafür sorgen, dass sie ordnungsgemäß funktioniere. So werde man die Vereinten Nationen stärken. Schließlich hätten diese ein großes Potenzial, dem sie bisher aber nicht gerecht geworden seien.

Drohungen gegen Iran

Die Verhandlungen mit Iran nannte der US-Präsident gut. Allerdings werde man dem Land keine Atomwaffen erlauben. Ob ein Deal mit Iran gelinge, werde sich in etwa zehn Tagen zeigen.

Trump droht offen mit einem Angriff. In wenigen Tagen wird der zweite US-Flugzeugträger im Nahen Osten eintreffen. Dann ist in der Region die größte amerikanische Streitmacht seit dem Einmarsch in den Irak 2003 stationiert.

Wie erwartet, fiel das Fazit, das der US-Präsident zur ersten Sitzung des „Friedensrates“ zog, positiv aus. Dieses sei einer der wichtigsten, vielleicht sogar der wichtigste Tag in den Karrieren der Anwesenden gewesen, sagte Trump.

Source: tagesschau.de