Skigebiet im Sauerland: Komm, wir sichern unser Skigebiet

Timo Hennecke ist seit zwei Uhr nachts wach, weil er Brot, Brötchen und Kuchen backen musste. Danach, um kurz vor acht, ist der Bödefelder Bäckermeister ins Auto gestiegen und an den Fuß eines Bergrückens gefahren, um dort vom Inhaber von fünf Bäckereien und Cafés zum Parkplatzeinweiser zu werden. Bis zum Mittag erklärt er Neuankömmlingen durch ihre heruntergefahrenen Fenster, wo sie ihre Autos hinstellen sollen. Das Parken kostet kein Geld, Henneckes Einsatz auch nicht.

Bödefeld ist ein Ortsteil von Schmallenberg im nordrhein-westfälischen Hochsauerland voller Fachwerkhäuser, um die 1.150 Menschen wohnen hier. Der Bergrücken ist die Hunau, immerhin fast 820 Meter hoch und Teil des Rothaargebirges. Und der Parkplatz gehört zum Skigebiet Bödefeld-Hunau, das es nur noch gibt, weil Hennecke es im zweiten Jahr mit anderen Bödefeldern ehrenamtlich betreibt. Dass sie das Ende des Skibetriebs damit auf längere Sicht wohl nur hinauszögern, ist ihnen klar.

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