„Sie werden aufgeben“: Hegseth will „Feind in die Knie zwingen“

„Sie werden aufgeben“Hegseth will „Feind in die Knie zwingen“

09.03.2026, 08:25 Uhr

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Die iranische Gesellschaft will Hegseth nicht grundsätzlich demokratisch umgestalten. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran geht bereits in die zweite Woche. Für Verteidigungsminister Hegseth ist nur die bedingungslose Kapitulation Teherans eine Option. Dafür droht er auch mit noch nicht eingesetzten Waffen.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat dem Iran mit weiteren harten Schlägen gedroht. „Das ist Krieg. Das ist Konflikt. Das bedeutet, den Feind in die Knie zu zwingen“, sagte der ehemalige Fox-News-Moderator bei CBS. „Ob sie nun eine Zeremonie auf dem Teheran-Platz abhalten und kapitulieren werden, das liegt ganz bei ihnen.“ Der von Hegseth angesprochene „Teheran-Platz“ existiert in der iranischen Hauptstadt allerdings nicht.

Im gemeinsam mit Israel geführten Krieg gegen das Land will der Pentagon-Chef die Angriffe weiter forcieren. „Die Möglichkeit, dass wir überlegen sind und mit konventionelleren Waffen, Gravitationsbomben, 500-Pfund-, 1000-Pfund- und 2000-Pfund-Bomben militärische Ziele jagen – damit haben wir noch nicht einmal wirklich begonnen“, so Hegseth.

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt erklärt, dass es keinen Deal mit dem Regime in Teheran geben werde und er auf eine bedingungslose Kapitulation setze. „Das bedeutet, dass wir kämpfen, um zu gewinnen. Das bedeutet, dass wir die Bedingungen festlegen. Wir werden wissen, wann sie nicht mehr kampffähig sind. Es wird einen Punkt geben, an dem sie keine andere Wahl haben werden, als das zu tun“, so der Minister. „Sie werden aufgeben.“

Hegseth schloss nicht aus, dass in dem seit über einer Woche laufenden Krieg in nächster Zeit auch Bodentruppen eingesetzt werden. „Die Leute fragen: Bodentruppen, keine Bodentruppen, vier Wochen, zwei Wochen, sechs Wochen, einmarschieren, einmarschieren? Präsident Trump weiß es, ich weiß es: Man verrät dem Feind nichts, man verrät der Presse nichts, man verrät niemandem, wo die Grenzen einer Operation liegen“, führte der Verteidigungsminister aus. „Wir sind bereit, so weit zu gehen, wie es nötig ist, um erfolgreich zu sein.“

Die USA hegen seinen Angaben nach – im Unterschied zum Krieg in Afghanistan – keine Ansprüche, ein demokratisches System westlichen Typs zu errichten. „Es geht nicht darum, die iranische Gesellschaft aus amerikanischer Sicht neu zu gestalten. Das haben wir versucht. Das amerikanische Volk hat das abgelehnt. Präsident Trump hat diese Kriege als dumm bezeichnet. Und wir kämpfen nicht auf diese Weise“, so Hegseth.

Quelle: ntv.de, lme

Source: n-tv.de