Im Sommer 2022 verschwand der Deutsche Oliver Heise während einer Reise auf Teneriffa. Nun gibt es traurige Gewissheit: Der damals 23-Jährige ist tot. Hinweise auf Fremdverschulden gibt es keine.
Der fast vier Jahre lang vermisste Deutsche Oliver Heise ist tot. Der damals 23-Jährige war während einer Backpacking-Tour auf der Kanaren-Insel Teneriffa verschwunden, lange gab es keine Spur von ihm.
Nun gibt es Klarheit über das Schicksal des Diepholzers. Sein Bruder verkündete die Todesnachricht im Namen der Familie auf seinem Instagram-Account. Laut „Bild“-Zeitung, die sich auf den Anwalt der Familie beruft, verlor Heise damals in unwegsamem Gelände den Halt und stürzte in eine Schlucht. „DNA‑Tests bestätigten jetzt seine Identität“, wird der Anwalt zitiert. „Es deutet nichts auf Fremdverschulden oder Suizid hin. Vermutlich war es ein tragischer Unfall.“
Dem Bericht zufolge waren die Überreste verkohlt, was wohl auf einen Waldbrand zurückzuführen sei, der ein Jahr nach dem Vorfall in dem Gebiet wütete. Anfang 2025 wurden die Überreste demnach von einem Jäger gefunden. Dem Anwalt zufolge werden Rückführung und Bestattung nicht von einer Versicherung übernommen, weshalb die Familie auf Spenden angewiesen sei.
Heises letztes Lebenszeichen war Berichten zufolge am 4. August 2022 eine Nachricht an einen Freund gewesen. Auf Instagram hatte er demnach noch einen Post abgesetzt, das letzte Foto kam aus dem Naturreservat Lomo Pelado im Nordosten der Insel. Es hieß, er wolle sich abseits der Touristenhotels bewegen und in Höhlen übernachten.
Danach brach der Kontakt ab. Seine Familie bemühte sich erfolglos, Heise zu finden und aufzuklären, was passiert war. Der Fall wurde unter anderem in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… Ungelöst“ behandelt.
Die „Ungewissheit“ habe die Familie jahrelang „geplagt“, wie Heises Bruder heute schreibt. „Nicht zu wissen, wo sich Oliver befindet und wie es ihm geht, hat uns als Familie viel Kraft gekostet.“ Nun wolle die Familie zur Ruhe kommen, Abschied nehmen und trauern.
säd
Source: welt.de