Seit dem Ende dieser Vormundschaft: Fünf turbulente Jahre für jedes Britney Spears


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Vor rund fünf Jahren endete Britney Spears‘ Vormundschaft. Im positiven Sinne zur Ruhe gekommen ist ihr Leben seither aber nicht.

Am 12. November 2021 endete sie, die rund 13 Jahre währende Vormundschaft über Britney Spears (44) durch ihren Vater Jamie Spears. Die lautstarken „Free Britney“-Forderungen waren am Ziel angekommen, der Star bekam endlich die Kontrolle über sein Leben zurück. Aber hatte sie die Sängerin auch wirklich? In den vergangenen Jahren sorgte Spears zwar für zahlreiche Schlagzeilen, wirklich positiv waren diese jedoch selten. Das bislang jüngste Kapitel, das womöglich aber als verspäteter Wendepunkt angesehen werden kann: Die 44-Jährige hat beschlossen, sich freiwillig in eine Entzugsklinik zu begeben, wie „People“ berichtet.

Ehe-Aus nach 14 Monaten und Randale im Hotel

Kurz nach dem Ende der Vormundschaft hatte Britney Spears ihren damaligen Partner Sam Asghari (32) geheiratet. Doch die Ehe sollte von keiner langen Dauer sein, 14 Monate später, im August 2023, reichte er die Scheidung ein. Immerhin: Was anfangs den Eindruck einer medialen Schlammschlacht mit gegenseitigen Unterstellungen erweckte, löste sich dann doch verhältnismäßig friedlich auf.

Einen Eklat gab es trotzdem, und zwar im darauffolgenden Jahr und nur wenige Stunden nachdem Scheidung von Asghari rechtskräftig geworden war. Damals kam es zwischen Spears und ihrem damaligen Partner Paul Soliz Berichten zufolge zu einem heftigen Streit im Hotel Chateau Marmont in Los Angeles. Spears hatte das Hotel anschließend mit ihrem Sicherheitsteam verlassen. Paparazzi-Fotos zeigen die US-Sängerin barfuß, nur in Unterhose, mit Kissen und Decke bedeckt beim Verlassen der Unterkunft. Sie halte sich nun „zu Hause und in Sicherheit“ auf, hieß es laut „CNN“ weiter.

Nach dem Ende der Vormundschaft feierte Spears auch auf ihren offiziellen Social-Media-Kanälen ein Comeback. Zuvor hatte sie zwar ebenfalls Beiträge geteilt, deren Aktualität und Freiwilligkeit wurden aber zuweilen stark angezweifelt. Die danach veröffentlichten Posts halfen aber nicht dabei, die Sorgen auszumerzen. Ob Nacktbilder oder fragwürdige Tanz-Videos, immer wieder warf die Musikerin Fragen auf. Sorgen bereitete auch, dass Spears immer wieder ohne Vorwarnung ihren Instagram-Account deaktivierte.

Als berühmt-berüchtigter Beitrag dürfte wohl ihr „Messertanz“-Video in Erinnerung geblieben sein, das sie im September 2023 veröffentlicht hatte. Nach dem Clip, in den sie mit großen Küchenmessern tanzte, sollen die Fans so besorgt um den Star gewesen sein, dass sie die Polizei informierten, um nach dem Rechten zu sehen. Später bezeichnete Spears den Vorfall als von den Medien aufgebauschte Geschichte, bei den Messern habe es sich um keine echten gehandelt und sie habe lediglich einen Auftritt von Shakira imitieren wollen.

Freiwillige und unfreiwillige Enthüllungen

Die nächste aufsehenerregende Aktion folgte kurz nach dem „Messertanz“. Im Oktober 2023 erschien ihre Enthüllungsautobiografie „The Woman in Me“. Mit dem Werk verarbeitete sie die schwere Zeit, die hinter ihr lag, ebenso wie ihre Anfänge in der Entertainmentbranche. Speziell ihr Ex-Partner Justin Timberlake (45) bekam an einer Stelle des Buchs sein Fett weg. Die Enthüllung, dass sie während ihrer Beziehung mit Timberlake abgetrieben habe, weil er „nicht Vater werden wollte“, löste einen massiven Shitstorm gegen den Sänger aus.

Doch eine weitere Biografie sorgte ebenfalls für Wirbel – die von Spears‘ Ex-Mann Kevin Federline (48), mit dem Spears von 2004 bis 2007 verheiratet war. In „You Thought You Knew“ berichtete er unter anderem von mutmaßlichen Verfehlungen der Sängerin, vor allem im Umgang mit den gemeinsamen Kindern. „Das ständige Gaslighting meines Ex-Ehemannes ist extrem verletzend und anstrengend“, schrieb sie daraufhin in einem X-Beitrag.

Erst im März dieses Jahres kam derweil heraus, dass ein Ex-Bodyguard von Spears offenbar immer wieder heimlich Kontakt mit Medienvertretern aufgenommen hatte und sensible Informationen aus ihrem Privatleben teilte. Auch auf ihre persönlichen Geräte und ihren Apple-iCloud-Account soll Thomas Bunbury unerlaubt zugegriffen haben, was Spears dazu nötigte, eine Unterlassungsaufforderung einzureichen.

Der Mega-Deal

Musikalische News schrieb Britney Spears ebenfalls. Im Sommer 2022 nahm sie gemeinsam mit Elton John eine neue Version von dessen Song „Hold Me Closer“. Ein nachhaltiges Comeback als Sängerin sollte daraus aber nicht entstehen.

Einen Mega-Deal konnte sie im Februar dieses Jahres dennoch eintüten: Wie „TMZ“ damals unter Berufung auf Gerichtsdokumente berichtete, verkaufte Spears ihre Musikrechte für einen dreistelligen Millionenbetrag. Konkret wurde von einem „bahnbrechenden Deal“ gesprochen, der in seiner Größenordnung etwa dem 200-Millionen-Dollar-Deal entsprochen habe, den Justin Bieber (32) einst beim Verkauf seiner Musik abgeschlossen hatte.

Die verhängnisvolle Autofahrt

Die positive Nachricht über den lukrativen Verkauf ihrer Musikrechte bestimmte aber nur kurz die Berichterstattung über ihre Person, denn: Anfang März wurde Spears in Kalifornien wegen des Verdachts der Trunkenheit am Steuer festgenommen. Die Sängerin wurde von der kalifornischen Autobahnpolizei aufgegriffen, berichteten Polizeiquellen dem US-Portal „TMZ“. Gegen sechs Uhr sei sie wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden.

Ein Sprecher der Sängerin hatte zu dem Vorfall daraufhin in einem Statement erklärt: „Das war ein bedauerlicher Vorfall, der völlig unentschuldbar ist. Britney wird die richtigen Schritte unternehmen, sich an die Gesetze halten und hoffentlich kann dies der erste Schritt zu einer längst überfälligen Veränderung in Britneys Leben sein. Hoffentlich bekommt sie die Hilfe und Unterstützung, die sie in dieser schwierigen Zeit braucht.“

Besagte Schlüsse scheint die 44-Jährige tatsächlich daraus gezogen zu haben. Auf ihren Instagram-Account gab es plötzlich familiären Zusammenhalt, speziell ihre beiden Söhne waren vermehrt an ihrer Seite zu sehen. Nun also der freiwillige Schritt in eine Entzugseinrichtung. Womöglich ist es der Anfang einer Zeit, in der Britney Spears wahrhaftig die Kontrolle über ihr Leben zurückgewonnen hat.

SpotOnNews

Source: stern.de