Sechs Jahre weit: Comedian Pete Davidson hat 200 Tattoos explantieren lassen


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200 Tattoos, 200.000 US-Dollar, sechs Jahre Arbeit: Pete Davidson zeigte bei der CinemaCon, wie sehr sich seine Haut bereits verändert hat.

Mehr als 200 Tätowierungen, rund 200.000 US-Dollar und sechs Jahre Geduld: Pete Davidson zieht eines der konsequentesten Körperprojekte der Hollywood-Prominenz durch. Seit 2020 lässt der Comedian und Schauspieler Schicht für Schicht die Tinte aus seiner Haut lasern.

Beim Branchentreff CinemaCon, wo er in dieser Woche seinen neuen Film „How to Rob a Bank“ bewarb, trat Davidson im T-Shirt auf. Arme, Hände, Hals – Flächen, die jahrelang von Motiven bedeckt waren, waren nun blank. Damit erfüllt sich ein Vorsatz, den der US-Star im November formuliert hatte: Bis zum Jahresende wolle er ein T-Shirt tragen können, ohne dass darunter noch etwas zu sehen sei. Ein Schnappschuss, den seine Freundin Elsie Hewitt am 21. Dezember von Davidson mit der gemeinsamen neugeborenen Tochter machte, deutete den Umbruch bereits an: Die Unterarme waren so gut wie frei von Tinte. Nach seiner eigenen Rechnung mussten damals trotzdem noch „65, 70 Prozent“ weichen.

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Der eigentliche Grund von Pete Davidson liegt tiefer

Was nach einer Laune klingen könnte, hat für Davidson einen ernsten Hintergrund. Er verknüpfe die Tätowierungen mit seiner Zeit als Drogenabhängiger, erklärte er dem US-Magazin „Variety“. Damals sei er ein trauriger Mensch gewesen, habe sich hässlich gefühlt und den Drang gehabt, sich zu verhüllen. Heute stört ihn dieser tägliche Blick in die Vergangenheit. Er wolle im Spiegel nicht ständig daran erinnert werden, einmal süchtig gewesen zu sein – und genau das bekomme er zu sehen, wenn auf seinem Rücken ein kiffender SpongeBob prange.

Die Entfernung ist damit auch ein Stück Selbstreinigung – und bezahlt mit erheblichem Aufwand. Sechs Wochen braucht die Haut zwischen zwei Sitzungen, um zu heilen. Pro Tattoo sind mindestens zehn Laser-Durchgänge fällig. Unter dem Strich: 60 Wochen Arbeit für ein einziges Motiv. Davidson schildert die Prozedur gegenüber „Variety“ drastisch. Es sei, als lege man den eigenen Arm auf einen Grill und brenne eine Hautschicht ab; anschließend müsse alles gepflegt werden und in Ruhe abheilen. „Es ist ziemlich schrecklich“, sagt er.

Und es wird noch lange schrecklich bleiben: Ursprünglich, so sagte man ihm 2021, sollten mit 30 alle Motive verschwunden sein. Mit 27 klang das machbar, mit 32 wirkt es wie eine Fehlprognose. 2025 scherzte Davidson im Interview mit „Variety“, er werde „wohl noch zehn Jahre“ brauchen.

Ein Hai über dem Herzen – und ein peinlicher Spruch

Als Nächstes sollen Oberkörper und Rücken dran sein, die Brust ist bereits in Arbeit. Dort thront unter anderem ein übergroßes Motiv aus „Der weiße Hai“, das Davidson einst über sein nach eigenen Worten peinlichstes Tattoo setzen ließ: den Satz „Jokes come and go, but swag is forever“ – eine Weisheit, die ihm Dave Chappelle am Anfang seiner Karriere mit auf den Weg gegeben hatte.

Mindestens ein Tattoo soll aber bleiben dürfen: das Porträt von Hillary Clinton auf seinem rechten Bein. „Hillary bleibt, ich liebe Hillary“, sagte der Schauspieler im vergangenen Jahr in der US-Radiosendung „The Breakfast Club“. Er habe sich das Bild nach ihrer Niederlage bei der Präsidentschaftswahl 2016 stechen lassen, kenne die Politikerin persönlich und halte sie für eine reizende Frau. Sein Hintergedanke damals: Er habe sie ein wenig aufmuntern wollen.

SpotOnNews

ckl

Source: stern.de