Schwangerschaftsabbruch in den USA: Eine Ärztin rebelliert

Ihren kleinen Aufstand steuert Angel Foster aus einem Büro am Stadtrand von Boston im Nordosten der USA. Der enge Raum liegt in einem unscheinbaren Co-Working-Space. Ein einfacher Schreibtisch, ein Sofa und ein Sessel, mehr passt nicht hinein. An den Wänden stapeln sich Tablettenpackungen: Mifepriston und Misoprostol, Abtreibungspillen. 

Pillen, die Angel Foster und ihre Helfer von der Organisation Massachusetts Abortion Access Plan, kurz MAP, an ungewollt schwangere Frauen verschicken, die in ihren Bundesstaaten nicht mehr legal ihre Schwangerschaft abbrechen dürfen. „Ich finde, dass deine Grundrechte nicht davon abhängen sollten, wo du wohnst“, sagt Foster. Dafür riskiert die Ärztin viel: MAP handelt zwar im Einklang mit den Gesetzen in Massachusetts, die telemedizinische Beratung bei Abbrüchen und den Versand von Abtreibungspillen bis zur elften Schwangerschaftswoche erlauben. Aber in Staaten wie Texas, Tennessee oder Arizona machen sich Foster und ihre ehrenamtlichen Helfer strafbar. 

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