Schubser in die Bande – Chelsea-Spieler versöhnt sich mit Balljungen

Ein Schubser von Chelseas Pedro Neto gegen einen Balljungen sorgt für Aufregung in der Champions-League-Partie gegen Titelverteidiger Paris Saint-Germain. Der Portugiese erklärt nun den Auslöser der Rudelbildung.

Chelseas Stürmerstar Pedro Neto hat sich für einen Schubser gegen einen Balljungen in der hektischen Schlussphase beim Champions-League-Spiel in Paris entschuldigt. „In der emotionalen Phase des Spiels, wir lagen zurück, wollte ich den Ball holen. Ich habe ihn leicht geschubst. Ich habe gesehen, dass ich ihn verletzt habe, und es tut mir leid, denn so bin ich normalerweise nicht“, sagte der Portugiese nach dem 2:5 des Klub-Weltmeisters FC Chelsea im Achtelfinal-Hinspiel bei Titelverteidiger Paris Saint-Germain.

Neto hatte den Balljungen gegen die Brust gestoßen, nachdem dieser den Ball in der Nachspielzeit nicht schnell genug hergegeben hatte. Der Junge stürzte rückwärts gegen eine Werbebande, stand aber schnell wieder auf. Danach kam es zu Rangeleien mit PSG-Spielern. „Ich habe ihm mein Trikot gegeben. Er hat sich sehr gefreut“, ergänzte Neto. Kurz nach dem Zwischenfall hatte Chelsea sogar noch das fünfte Gegentor kassiert.

Durch die heftige Pleite dürfte es für die Engländer im Rückspiel am kommenden Dienstag (21 Uhr) eng werden. Bradley Barcola (10.), Ousmane Dembélé (40.), Vitinha (74.) und Khvicha Kvaratskhelia (86./90.+4) trafen für die Gastgeber. Malo Gusto (28.) und Enzo Fernandez (57.) erzielten die Tore für Chelsea.

„Ein sehr enttäuschendes Ergebnis“

„Unsere Leistung bis zum dritten Gegentreffer war sehr gut, aber angesichts des Endergebnisses lässt sich darüber jetzt nichts mehr sagen“, meinte FC-Trainer Liam Rosenior nach dem Abpfiff. „Es ist ein sehr enttäuschendes Ergebnis an einem Abend, an dem ich mit unserer Leistung über weite Strecken des Spiels recht zufrieden war. Die letzten 15, 20 Minuten waren turbulent. Auf diesem Niveau entscheiden oft Kleinigkeiten“, so der Coach weiter.

Fehler würden im Fußball immer wieder passieren, erklärte Rosenior. „Wir müssen in solchen Momenten ruhig bleiben, ich eingeschlossen. Das haben wir nicht getan und wurden von einer sehr guten Mannschaft dafür bestraft. Das Ergebnis schmerzt, denn 75 Minuten lang waren wir gut im Spiel und auch im direkten Duell.“

jb mit dpa

Source: welt.de

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