Schifffahrt: Iran öffnet Straße von Hormus während Waffenruhe im Libanon

Die iranische Führung ​hat die Straße von Hormus für die Dauer der Waffenruhe im Libanon vollständig für die Handelsschifffahrt freigegeben. Das teilte Irans Außenminister Abbas Araghtschi ⁠auf X mit. Die Waffenruhe im Libanon war am Donnerstagabend in Kraft getreten und soll zehn Tage gelten.

Araghtschi zufolge ist die Durchfahrt kommerzieller Schiffe auf ‌einer ⁠koordinierten Route möglich. Die iranische Hafen- und Schifffahrtsbehörde habe sie bereits bekannt gegeben, sagte der Außenminister. US-Präsident Donald Trump teilte auf seiner Onlineplattform mit, die Meerenge sei »vollständig geöffnet« für den »uneingeschränkten Schiffsverkehr«. In Reaktion auf die Ankündigungen aus dem Iran und den USA sanken die Ölpreise um mehr als acht Prozent.

Der Iran hatte die strategisch wichtige ‌Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman mit ⁠Beginn der US-israelischen ​Angriffe am 28. Februar blockiert. Durch ‌die Straße von Hormus wird ​etwa ein Fünftel der weltweiten Ölexporte transportiert. Aufgrund der Blockade stiegen die Energiepreise in den vergangenen ​Woche deutlich.

In Paris beraten an diesem Freitagnachmittag zahlreiche Staats- und Regierungschefs, wie die Route militärisch gesichert ‌werden könnte. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte seine Teilnahme angekündigt. Merz zufolge könnte sich auch Deutschland ‌unter bestimmten Bedingungen an einem Einsatz in der Region beteiligen.

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