„Schaden der Wirtschaft“Venezuelas Regierung startet Protestmärsche gegen US-Sanktionen
20.04.2026, 02:56 Uhr
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Die Trump-Regierung übt ständigen Druck auf Venezuela aus – immer wieder mit Erfolg. Doch Caracas scheut trotzdem nicht vor Kritik zurück. Im ganzen Land werden Demonstrationen gegen US-Sanktionen organisiert.
Die Regierung in Venezuela hat in mehreren Bundesstaaten des südamerikanischen Landes Protestmärsche gegen US-Sanktionen gestartet. Die ersten der von der venezolanischen Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez als „Pilgerfahrt“ bezeichneten Demonstrationen brachen am Sonntag in den Bundesstaaten Táchira und Amazonas im Südwesten sowie Zulia im Westen des Landes auf. Sie sollen mit weiteren in den kommenden Tagen startenden Märschen am 1. Mai in einer großen Kundgebung in der Hauptstadt Caracas gipfeln.
Seit der gewaltsamen Gefangennahme des linksnationalistischen Präsidenten Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz in Caracas im Januar hat die US-Regierung die Sanktionen gegen Venezuela schrittweise gelockert. Gleichzeitig bestehen viele weiter fort.
Übergangspräsidentin Rodríguez, die frühere Stellvertreterin Maduros, betont immer wieder, dass die erhebliche Sanktionen Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes haben. „Jede einseitige Zwangsmaßnahme, von denen 1081 in Kraft sind, ist eine Maßnahme, die die Entwicklung des venezolanischen Volkes verhindert, eine Maßnahme, die der Wirtschaft schadet, eine Maßnahme, die das Einkommen der Arbeiterinnen und Arbeiter beeinträchtigt“, sagte sie bei der Demonstration in Zulia.
Innenminister marschiert mit
In Táchira an der Grenze zu Kolumbien führte der mächtige Innenminister Diosdado Cabello den Protestmarsch an. Die Teilnehmer der Demonstrationen skandierten „Der Glaube eines Volkes wird nicht sanktioniert“ und „Hebt die Sanktionen auf, lasst mein Volk wachsen“.
Unter Rodríguez hatten sich die Beziehungen zwischen den USA und Venezuela in den vergangenen Monaten verbessert. US-Präsident Donald Trump lobte sie seit dem Machtwechsel als „fantastisch“. Als Zeichen der Annäherung öffnete die US-Botschaft in Caracas nach rund siebenjähriger Schließung wieder. Zudem hoben die USA die Sanktionen gegen Rodríguez auf.
Source: n-tv.de