Sachsen: AfD macht Porno-Eklat an Schule zum Thema im Bundestag


Zur Merkliste hinzufügen

Während eines Projekts an einer Schule in Sachsen ist Neuntklässlern wohl pornografisches Material gezeigt worden. Die AfD beantragte eine Debatte im Bundestag.
 

Nach dem Pornografie-Eklat während eines Theaterprojekts an einer Oberschule in der sächsischen Lausitz hebt die AfD das Thema im Bundestag auf die Tagesordnung. Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Bernd Baumann, kündigte vor Journalisten eine Debatte in Form einer Aktuellen Stunde auf Antrag der AfD an. Voraussichtlich wird diese am Donnerstag stattfinden.

Es geht um ein Theaterprojekt an einer Oberschule in Schleife in der sächsischen Lausitz. Der Fall hatte sich im März zugetragen und hatte in der vergangenen Woche Schlagzeilen gemacht. Bei dem Projekt zum Thema „Mut“ und zu „aktuellen politischen Themen“ sollen Neuntklässlern pornografische Bilder und Inhalte im Klassenzimmer präsentiert worden sein. Organisiert hatte es die Jugendorganisation „Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken“, die inzwischen ihr Bedauern ausgedrückt hat. Medienberichten zufolge soll es sich um Bilder zweier Männer bei verschiedenen Sexpraktiken gehandelt haben.

Projektabbruch und Strafanzeigen nach Porno-Eklat

Die Schulleitung brach das Projekt nach Behördenangaben ab und kündigte den Dienstleistungsvertrag mit den Projektverantwortlichen. Die Amadeu Antonio Stiftung, die sich für Minderheiten und Menschenrechte einsetzt und den Workshop nach eigenen Angaben finanziell förderte, stoppte die Förderung laut einer Mitteilung. Mehrere Eltern hatten nach dem Vorfall Strafanzeige gestellt. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des Verbreitens pornografischer Inhalte an Minderjährige.

Schulen sind eigentlich Ländersache und außerhalb der Regelungskompetenzen des Bundes. Die AfD hebt das Thema dennoch im Bundestag auf die Tagesordnung. Man halte das Ganze nur für die Spitze eines Eisbergs, sagte der bildungspolitische Sprecher der Fraktion, Götz Frömming. Die AfD mobilisiert offensiv gegen sogenannte NGOs (Nichtregierungsorganisationen), wie die Amadeu Antonio Stiftung, da sie ihrer Ansicht nach politisch einseitig zu viel Einfluss ausüben.

DPA

tis

Source: stern.de