Mehr als 1.000 Kenianer kämpfen nach Geheimdienst-Erkenntnissen auf russischer Seite in der Ukraine – nachdem sie oft unter falschen Vorwänden dorthin gelockt wurden. Damit soll laut Kenias Außenminister nun Schluss sein.
Nach Angaben des kenianischen Außenministers Musalia Mudavadi hat Russland zugestimmt, für den Krieg gegen die Ukraine keine kenianischen Staatsangehörigen mehr zu rekrutieren. Das sagte Mudavadi während eines Besuchs in Moskau gegenüber Journalisten. Zuvor hatte er mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow gesprochen.
Viele zu Kampfeinsatz gezwungen
Nach Erkenntnissen des kenianischen Geheimdienstes kämpfen in der Ukraine mehr als 1.000 Kenianer auf russischer Seite. Recherchen mehrerer Medien zufolge wurden die Männer von einem Personaldienstleister in Nairobi angeworben und reisten in der Annahme nach Russland, etwa als Verkäufer zu arbeiten. Viele seien zu einem Kampfeinsatz gezwungen worden.
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben bislang mehr als 1.780 Afrikaner aus 36 Staaten in den Reihen der russischen Truppen identifiziert. Die tatsächliche Zahl könnte noch deutlich höher sein, weil viele Rekrutierungen inoffiziell erfolgen.
Source: tagesschau.de