Was, wenn Russland in der ohnehin angespannten Sicherheitslage weiter eskaliert, wenn die hybriden Attacken radikaler, die
militärischen Provokationen noch dreister werden? Anfang der Woche hat BND-Präsident Martin Jäger vor dem Parlamentarischen
Kontrollgremium des Bundestags davor gewarnt, dass Deutschland Zielgebiet Nummer eins für
Russland sei. In Europa herrsche bestenfalls ein eisiger Friede,
der punktuell jederzeit in heiße Konfrontation umschlagen könne.
Deutschland soll der Nato als logistische
Drehscheibe für Truppenaufmärsche nach Osteuropa dienen. Deshalb gehen Militärs,
Experten und Nachrichtendienste davon aus: Bei einer Konfrontation des Bündnisses mit Russland steht die Bundesrepublik im Zentrum der zu erwartenden Angriffe. Was dann passieren könnte, schildern der Autor Rüdiger Barth
und der sicherheitspolitische Korrespondent der ZEIT, Hauke Friederichs, in
ihrem Buch „Wenn morgen bei uns Krieg wäre“ (Heyne). Daraus stammt dieses
Szenario, das auf einem Vortrag von Generalinspekteur Carsten Breuer, eigenen Recherchen und der Beratung von sicherheitspolitischen Experten wie Brigadegeneral a. D. Helmut W. Ganser basiert.