Schwimmer aus Russland und Belarus dürfen wieder unter ihrer Flagge starten. Auch die Hymnen der Länder soll trotz des Angriffskriegs gegen die Ukraine gespielt werden. Das gab der Weltverband bekannt.
Trotz des andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine dürfen russische und belarussische Schwimmer jetzt wieder offiziell für ihr Land an internationalen Wettbewerben teilnehmen. Entsprechende Flaggen, nationale Symbole auf der Sportkleidung und die Hymnen sind wieder erlaubt, wie der Weltverband World Aquatics mitteilte.
Bei Athletinnen und Athleten im Juniorenbereich war dies bereits zuvor so. Nun gilt die Regelung auch für Erwachsene. Schon bei den Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr in Singapur waren einige russische und belarussische Sportler, die ein bestimmtes Zulassungsprozedere durchlaufen hatten, wieder dabei gewesen.
Sie mussten allerdings unter neutraler Flagge starten, auch die Hymnen wurden nicht gespielt.
Verpflichtende Dopingtests für russische Sportler
Um wieder an Veranstaltungen des Weltverbands teilzunehmen, müssen Sportlerinnen und Sportler aus Russland und Belarus zuvor vier aufeinanderfolgende Dopingproben mit einem negativen Ergebnis überstehen. Zudem sollen Hintergrundüberprüfungen stattfinden. Die nächste Schwimm-WM findet im kommenden Jahr in Budapest statt.
„Wir sind entschlossen, dafür zu sorgen, dass Schwimmbecken und Freiwasser weiterhin Orte bleiben, an denen Athleten aus allen Nationen in friedlichem Wettkampf zusammenkommen können“, wird Husain Al Musallam aus Kuwait, Präsident von World Aquatics, in der Mitteilung zitiert.
Im vergangenen Dezember empfahl das Internationale Olympische Komitee (IOC), die Beschränkungen für russische und belarussische Athleten bei internationalen Jugendwettkämpfen aufzuheben und ihnen zu gestatten, unter nationaler Flagge anzutreten. Das IOC behielt jedoch seine Neutralitätsvorschriften für Wettkämpfe der A-Nationalmannschaften bei, und russische und belarussische Athleten wurden bei den Olympischen Winterspielen im Februar offiziell als „neutrale Einzelathleten“ bezeichnet. Bei den paralympischen Spielen duften sie unter ihrer Flagge starten.
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Source: welt.de