Russen eskalieren ihre AngriffeUkrainer wollen „neuen Meilenstein“ gesetzt haben – Berichte über grauenvolle Szenen
18.03.2026, 17:53 Uhr
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In den Angaben der ukrainischen Armee schnellt die Zahl der eliminierten russischen Soldaten plötzlich deutlich nach oben. An einem etwa hundert Kilometer langen Frontabschnitt soll es viele Sturmangriffe geben. Laut den Drohnenstreitkräften werden alle Durchbruchsversuche verhindert.
Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte hat am Mittwoch einen starken Anstieg der eliminierten russischen Soldaten gemeldet: 1710 tote oder verwundete Kämpfer innerhalb des vergangenen Tages. Am Dienstag lag die Zahl bei 930, am Montag sogar nur bei 760. Auch in den Wochen zuvor befanden sich die Angaben oft in diesem Bereich. Ein massiver Anstieg ist ungewöhnlich, kommt aber mitunter vor.
Der Grund dafür ist wohl eine Eskalation durch russische Sturmangriffe. Nach Angaben des Kommandeurs der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Brovdi, wurden in den Regionen Donezk und Saporischschja in anderthalb Tagen 900 russische Kämpfer getötet und verwundet – an einem Frontabschnitt von nur hundert Kilometern. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht. „Das ist eine neuer Meilenstein“, kommentierte Brovdi auf Telegram.
Ihm zufolge konnten die russischen Streitkräfte zwischen den Orten Rodynske und Huljajpole keinen einzigen Durchbruch erzielen. Brovdi setzte seinen Beitrag am Mittag ab und ging davon aus, dass die Kreml-Truppen im Laufe des Mittwochs weiter hart zuschlagen würden.
Szenen wie im Ersten Weltkrieg?
Begonnen haben soll die Offensivoperation in der Nacht von Montag auf Dienstag, um das schlechter werdende Wetter auszunutzen. Sturmtrupps hätten sich im Regen fortbewegt. Wohl in der Hoffnung, nicht von Drohnen angegriffen zu werden. Im Morgengrauen seien dann Motorräder, gepanzerte Fahrzeuge und auch Pferde eingesetzt worden.
Ukrainische Blogger kommentierten die Lage mit drastischen Worten. Die Szenen erinnerten an den Film „Im Westen nichts Neues“ über den Ersten Weltkrieg, hieß es auf einem Kanal. Auf dem Schlachtfeld würden neben Pferdekadavern und toten russischen Soldaten Motorräder, Glasfaserkabel und Überreste von Drohnen herumliegen. Mit ihren Fahrzeugen sollen die Angreifer bei ihren Sturmangriffen über Leichen fahren und sie so zerquetschen.
Source: n-tv.de